Ausleben l Maurice nutzt wieder gern die Sanitäranlagen des Ausleber Hortes, der sich im Rathaus befindet. Denn Toiletten, Waschbecken, Decke, Fußboden – alles ist neu. Und nicht nur das. Auch sind die elektrischen Leitungen unter Putz gelegt und ist ein elektrischer Handtrockner installiert worden. Überdies ist nun in den zurückliegenden Sommerferien der Hortflur verschönert worden, hat unter anderem ringsum neue Farbe bekommen.

Das alles gefällt Maurice, der in die 4. Klasse der Ausleber Grundschule geht, den Hort besucht und quasi dafür gesorgt hat, dass all die Sanierungs- und Verschönerungsarbeiten erfolgt sind. Denn als er vor gut einem Jahr zu Hause den Zustand der Hort-Toiletten beklagt hatte, hat sich sein Papa Mario Rein sofort entschieden, etwas zu unternehmen. Doch ist er nicht etwa zum Bürgermeister marschiert, um sich zu beklagen und etwas zu fordern, nein. Ganz im Gegenteil, er hat sich an die Gemeinde gewandt, um zu unterstützen.

Hortkind-Papa bietet Hilfe an

Konkret hat der Sanitärhandwerker sehr zur Freude von Bürgermeister Dietmar Schmidt und dem Gemeinderat angeboten, gemeinsam mit seinem Firmenpartner René Michalke beispielsweise die Waschbecken und Toiletten des Hortes auf eigene Kosten zu erneuern, sprich die dafür erforderlichen etwa 5000 Euro nicht in Rechnung zustellen.

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Doch da das Rathaus zwar der Gemeinde Ausleben gehört, sich aber der Hort als Bestandteil der Kindertagesstätte in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befindet, musste das grüne Licht aus Gröningen kommen. Und dort hat sich auch Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz über die angekündigte Unterstützung gefreut, aber auch sofort in Erwägung gezogen, es dann nicht bei neuen Sanitär-objekten zu belassen, sondern den gesamten Sanitärbereich in Stand zu setzen und ihn in diesem Zuge auch behindertengerecht, also großräumiger und barrierefrei herzurichten.

Projekt: Rampe für Rollstuhlfahrer

So dass nun insgesamt etwa 30.000 Euro für den Sanitärbereich ausgegeben worden sind, von denen 25.000 Euro aus der Kasse der Verbandsgemeinde genommen worden sind und die restlichen 5000 Euro Michalke und Rein wie angekündigt übernommen haben.

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen und gefällt nicht nur den Kindern, sondern auch uns“, haben jetzt bei einem abschließenden Ortstermin Fabian Stankewitz, Dietmar Schmidt und Mario Rein übereingestimmt, die zudem reichlich Lob für die Handwerker hatten, die in den zurückliegenen Ferien zudem den Flur des Hortes auf Vordermann gebracht haben. „Damit haben wir jetzt auch die Möglichkeit, den bisherigen Nebeneingang als Haupteingang zu nutzen, der nicht gleich auf die Straße führt“, sagte Auslebens Bürgermeister und kündigte an, dass dort auch in absehbarer Zeit eine Rampe für Rollstuhlfahrer gebaut werden soll.