Hordorf l Der Förderverein „St. Stephanus Kirche-Kultur Hordorf“ hat einen weiteren Meilenstein in der Sanierung seiner Kirche St. Stephanus erreicht: Die Fenster sind eingebaut. Das bestätigte das Fördervereinsgründungsmitglied und der stellvertretende Vorsitzende Dieter Kuplich. „Aus Gründen des Denkmalschutzes haben sich diese, relativ schlichten Fenster ergeben“, so Kuplich. Laut des stellvertretenden Vorsitzenden sollen in nächster Zeit weitere Baumaßnahmen beginnen, zum Beispiel die Erneuerung des Fußbodens.

Am 2. Juni 2015 schlossen sich 16 Hordorfer Bürger zum Förderverein „St. Stephanus Kirche-Kultur Hordorf“ zusammen, um aus der Ruine wieder eine nutzbare Kirche zu machen.

Förderverein stoppt Verfall

Die Kirche inmitten von Hordorf wurde zwischen 1693 und 1698 erbaut. Von dem einst imposanten Kirchengebäude war zuletzt nicht mehr viel übrig. Zu DDR-Zeiten kümmerte sich niemand um das Gotteshaus. 1982 wurde sogar der Kirchturm abgesägt. Wenig später wurde der Dachstuhl abgerissen. Die Orgel aus dem Jahr 1747 wurde ausgebaut und steht noch heute in der Kirche von Bad Belzig.

Im Verlauf der Jahre ist um die Kirche herum und im Innenraum des einstigen Kirchenschiffs ein „Urwald“ entstanden. Diesen zu beseitigen, war die erste Aufgabe des Fördervereins. Dabei half vor allem die Feuerwehr. Unter Bäumen und Gestrüpp kam auch der alte Altar wieder ans Tageslicht. Mit der Beseitigung des „Urwalds“ ging auch die Reinigung der Kirchenmauern einher.

Urwald im Kirchenschiff

Mit dem Aufsetzten eines neuen Kirchendachs erreichte der Förderverein ein wichtigen Meilenstein des Projekts „Kirchenwiederaufbau“. Mit Blitzschutz und Dachrinnnen kostete das neue Dach 114.000 Euro. 50.000 Euro Fördermittel erhielt der Verein vom europäischen Förderprogramm „Leader“. Der restliche Betrag musste also aus eigener Kraft aufgebracht werden.

Der Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, die Kirche soweit wieder aufzubauen, dass sie Raum für Begegnungen, Gottesdienste, Veranstaltungen und Konzerte bietet. Anfang Januar veranstaltete der Förderverein einen Tag der offenen Kirche, um auch Nicht-Vereinsmitgliedern am Fortschritt des Wiederaufbaus teilhaben zu lassen.