Altbrandsleben l Zunächst werden eingefleischte Teilnehmer und Fans des Altbrandsleber Schleppertreffens ein wenig ungläubig auf den Flyer für das Treffen des Jahrgangs 2018 geschaut haben. 1. Schleppertreffen? Das kann doch nicht stimmen? „Ich möchte nicht behaupten, dass ich abergläubig bin, aber mit dem 13. Schleppertreffen, denn das wäre es 2018, habe ich doch meine Probleme. Aber da unser Schleppertreffen erstmals an zwei Tagen stattfindet, haben wir eben das Erste daraus gemacht“, berichtet Herbert Wilke von den Schlepperfreunden Altbrandsleben.

Immer am ersten August-Wochenende wird das kleine Altbrandsleben zum Mekka der Fans alter Fahrzeuge. Dieser Termin habe ich sich inmitten etlicher anderer Treffen alter Fahrzeuge etabliert. „Doch unser Schleppertreffen hat sich eben auch weit über Altbrandsleben hinaus einen Namen gemacht. Der am weitesten gereiste Teilnehmer des Vorjahres kam aus Anklam. Aber auch Vertreter aus der Umgebung von Berlin und Hannover sind darunter. Für sie lohnt sich die weite Anreise für nur einen Tag beinahe nicht. Deshalb haben wir uns entschieden, unser Schleppertreffen auf zwei Tage zu erweitern“, berichtete Herbert Wilke.

Gespräche mit Gleichgesinnten

Die Anreise zum diesjährigen Schleppertreffen am 4. und 5. August kann somit bereits am kommenden Freitag, 3. August, ab 16 Uhr zum Sportplatz erfolgen. Die Tore zum Schleppertreffen öffnen sich an beiden Tagen jeweils um 9 Uhr.

Willkommen sind wiederum Pkw, Lkw, Traktoren, Zweiräder und Sonderfahrzeuge, die als Veteranen der Landstraße gelten. Teilweise melden sich die Teilnehmer vorher an, andere wiederum reisen einfach an. Die Resonanz sei immer gut. Mit 120 bis 150 Fahrzeugen pro Treffen sei inzwischen auch die Kapazitätsgrenze erreicht. „Ein Jahrmarkt solle aus dem Treffen nicht werden. Aber an die Kinder denken wir auch, sie können sich unter anderem auf einer Hüpfburg austoben. Eintritt nehmen wir nur von den Erwachsenen, um die Unkosten wieder herauszubekommen“, berichtet Wilke weiter.

Keine Bewertung der Fahrzeuge

Allein könnten die Schlepperfreunde das Treffen nicht bewältigen. Sie sind dankbar für die Unterstützung seitens der Feuerwehr und des Brauchtumsvereins. Der Verein übernimmt die Versorgung der Gäste. Ob es in diesem Jahr eine Ausfahrt gibt, stehe noch nicht fest, hänge auch von Witterung und der Waldbrandstufe ab. „Zum Glück sind in diesem Jahr hinter dem Sportplatz Rüben und Mais angebaut, bei Getreide wäre die Gefahr eines Brandes zu groß. Dennoch stellen wir Wasserkaupen bereit, sind auch die Kameraden der Feuerwehr des Dorfes zur Absicherung vor Ort. Es sind zehn bis zwölf Leute da, die die Sicherheit immer im Auge haben“, berichtet Herbert Wilke. Wegen der Trockenheit ganz auf das Treffen zu verzichten sei nicht infrage gekommen. „Wir haben eine Verpflichtung gegenüber dem Urheber des Treffens, der verstorben ist. Wir wollen es in seinem Sinne weiterführen“, betont Herbert Wilke im Namen der Interessengemeinschaft Schlepperfreunde Altbrandsleben. „Steigen wir einmal aus und pausieren, hat sich das Treffen erledigt“, ist er überzeugt.

Eine Bewertung der Fahrzeuge gibt beim Altbrandsleber Schleppertreffen nicht. „Die Leute, die mit oder ohne Fahrzeuge kommen, suchen einfach das Gespräch mit anderen Fans alter Fahrzeuge oder sind auf der Suche nach Ersatzteilen. Das ist immer ein großes Thema. Man muss ein Feeling für die alten Fahrzeuge haben. Ich bin eigentlich nicht der Schrauber“, meinte Herbert Wilke. Und doch nennt er mehrere Veteranen der Landstraße der Marke Kramer sein eigen. Sie werden samt der dazu gehörigen Ackergeräte auch genutzt, um landwirtschaftliche Flächen zu bestellen oder um Holz zu holen.