Eilsleben l „Ich weiß gar nicht, ob das jetzt schon reicht, da müssen wir uns jetzt erst mal kundig machen“, war Diana Lorber am Montag noch ziemlich perplex vom ertragreichen Rundenmarathon in der Eilsleber Sporthalle. In ihr sind gleich drei Funktionen für die Globusschule vereint: Diana Lorber ist Mutti, Pädagogische Mitarbeiterin und Vorsitzende des Schulfördervereins. Weil die Wippe auf dem Schulhof irreparabel beschädigt ist, hat sie nach einer Möglichkeit gesucht, das beliebte Pausenspielgerät zu ersetzen und hat daraufhin zusammen mit Sandra Neumann den Gedanken eines Spendenlaufs entsponnen.

Nicht gerade die schlechteste Idee, wie sich am Sonnabend gezeigt hat, als mehr als 40 Kinder, Eltern, Verwandte und Bekannte die Laufschuhe schnürten und 90 Minuten lang durch die Halle kreiselten. Der Ansporn war groß, jeder wollte zeigen, dass er reichlich Energie in den Röhren hat. Diana Lorber erklärt: „Die Laufgruppen hatten sich im Vorfeld Sponsoren gesucht, mit denen ein Spendenbetrag pro gelaufener Runde vereinbart wurde. Und dann galt es eben einfach, gemeinsam so viele Runden wie möglich in der vorgegebenen Zeit zu absolvieren.“

Kinder waren kaum zu bremsen

Ursprünglich sollten das klassische Stadionrunden (400 Meter) sein, die man auf dem Eilsleber Sportplatz drehen wollte. „Aber das Wetter war jetzt doch sehr unbeständig und auch kalt, deshalb haben wir den Lauf von draußen nach drinnen verlagert“, so Lorber. Die Zählung wurde entsprechend angepasst: Drei Hallenrunden ergaben nun einen Strich auf der Liste der „Kampfrichter“. Und die hatten gut zu tun, denn insbesondere die Kinder waren kaum zu bremsen. „Einige sind tatsächlich anderthalb Stunden durchgelaufen und hatten dann über Runden, umgerechnet also mehr als 30, zu stehen“, staunte Diana Lorber und rang um Worte: „Das ist umwerfend, damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet. Mit der Aktion wollten wir vor allem Anschub leisten, weil zertifizierte Spielplatzgeräte ja sehr kostspielig sind. Wir wussten nicht, was dabei herauskommt. Umso schöner ist nun dieses tolle Ergebnis, wir sind sehr froh.“

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Die Freude über das Geschaffte – Lorber und Neumann zählen nicht nur den Ertrag, sondern auch die sportliche Betätigung von Jung und Alt sowie den geweckten Gemeinsinn dazu – war sicher der größte Lohn für die Teilnehmer. Handfeste Auszeichnungen in Form von Urkunden, Medaillen und Pokalen gab es trotzdem – und demnächst wohl auch eine neue Wippe.