Photovoltaik

Sonnenenergie senkt Kosten im Großalsleber Freibad

Von Yvonne Heyer
Künftig sollen mit dem von der Sonne erzeugten Strom die Pumpen angetrieben  werden.
Künftig sollen mit dem von der Sonne erzeugten Strom die Pumpen angetrieben werden. Foto/Archiv: Yvonne Heyer

Großalsleben

Bereits 2019 wurden für die energetische Sanierung des Freibades Großalsleben sowie die Installation von Warmwasserkollektoren über die Verbandsgemeinde Westliche Börde Fördermittel aus dem europäischen Programm Leader beantragt. Die Genehmigung des Fördermittelantrages liegt seit Oktober 2019 vor. Zugleich hat Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz mit der zunehmenden Installation von Photovoltaikanlagen im Gemeindegebiet das Projekt für das Freibad nochmals überprüfen lassen. Dabei wurde festgestellt, dass die Erzeugung von Warmwasser gegenüber der Erzeugung von Strom ineffektiv sei. Ein Überschuss an Wärme aus der Warmwasseraufbereitung für die Duschen wäre ungenutzt geblieben. Da das Warmwasser derzeit über einen Elektroerhitzer aufbereitet wird, sei es effektiver, den so erzeugten Strom dafür zu verwenden. Der erzeugte Überschuss könnte darüber hinaus für das Betreiben der Pumpenanlage verwendet werden.

Hohe Energiekosten

Die Energiekosten für das Freibad Großalsleben sind mit der Warmwassererzeugung und dem Betreiben der Pumpen nicht unerheblich. „Die Abschläge für den Strom belaufen sich auf 7260 Euro im Jahr“, erklärt der Bürgermeister. Unter diesem Gesichtspunkt wurde eine Änderung des Fördermittelantrages gestellt, statt der Warmwasserkollektoren soll Photovoltaiktechnik installiert werden. Wegen der Corona-Pandemie verzögerte sich die Bearbeitung dieses Änderungsantrages enorm. Erst im Februar 2021 traf der genehmigte Änderungsbescheid ein. Wegen der Verzögerungen war es nicht mehr möglich, die Mittel in das Haushaltsjahr zu übertragen. Deshalb landete das Projekt als überplanmäßige Ausgabe auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses. Die Ausschussmitglieder bestätigten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend die außerplanmäßige Auszahlung von 38000 Euro für die geförderte Sanierung und Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Sanitärgebäudes des Freibades Großalsleben. Die 38.000 Euro setzen sich aus der Investitionszuweisung des Landes in Höhe von 28.000 Euro und einem Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 10.000 Euro zusammen.

Die Förderung des Projektes erfolgt zu 80 Prozent. Dadurch ergibt sich für die Verbandsgemeinde eine schnelle Amortisierung. Die Maßnahme werde über die Verbandsgemeinde umgesetzt, da einerseits der Fördermittelempfänger die Verbandsgemeinde ist, andererseits seine Photovoltaik-Anlage (PV) steuerrechtliche Auswirkungen hat. Die Verbandsgemeinde ist zur Abgabe von Umsatzsteuererklärungen verpflichtet. Zur Steigerung der Effektivität innerhalb der Verwaltung sollen alle PV-Anlagen daher zentral über die Verbandsgemeinde Westliche Börde betrieben werden.

Noch dieses Jahr umsetzen

Stimmt auch der Verbandsgemeinderat Ende Mai der Ausgabe und damit dem Projekt zu, solle es noch in diesem Jahr umgesetzt werden, um möglichst schon in dieser Badesaison die Kosten reduzieren zu können.

Wann allerdings die neue Saison starten kann, steht noch nicht fest. Die Vorbereitungen werden so getroffen, dass, wenn es die Inzidenzzahlen zulassen, eine Eröffnung zeitnah erfolgen kann. „Wir sind in Habachtstellung“, erklärt Verbandsgemeindebürgermeister Fabian Stankewitz.