Gröningen l Die Tatsache, ausgerechnet dort das Stadt- und Rathausfest zu feiern, wo einst das alt ehrwürdige Gröninger Rathaus stand, ehe es abgerissen werden musste, stieß nicht bei jedem Bürger auf Gegenliebe. Aber dennoch zog das Fest die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen an. Schließlich gab es auch viel Lob für das hergerichtete Festareal mit Festzelt und Flächen zum Spielen für die Kinder. Möglicherweise ist der Festplatz nur eine „Eintagsfliege“, schließlich ist der Aufbau eines neuen Rathauses längst beschlossene Sache. Wie das neue öffentliche Gebäude einmal aussehen wird, welcher Wettbewerb damit verbunden war, darüber konnten sich die Festgäste im Festzelt informieren. Hier waren die Entwürfe ausgestellt.

Die Gröninger feierten übrigens zum ersten Mal ein Rathausfest. Das Fest ersetzt das Museumsfest, welches in den vergangenen zehn Jahren gefeiert wurde. Am Programm hat sich hingegen nichts geändert. Begonnen wurde mit einem Eröffnungsgottesdienst. Ihm schlossen sich die Programme der Kindertagesstätte und der Grundschule an. Schließlich sorgte die Original Schermcker Blaskapelle für Stimmung, während die Band „T.E.M.P.“ für flottere Rhythmen sorgte. Die brauchten auch die Line Dance Fun-Tänzerinnen aus Hedersleben. Ohne Zugabe kamen sie nicht von der Bühne.

Überall auf dem Festgelände und im Festzelt waren am vergangenen Sonnabend „verrückte“ Bilder verteilt. „Die 20 Fotos hat Peter Kinzelt gemacht. Sie sind Bestandteil unserer diesjährigen Stadtwette“, verriet Heike Friebertshäuser, Vorsitzende des Kultur- und Sozialausschusses Gröningen. Finden die Bürger von mindestens 15 Fotos heraus, was sich dahinter verbirgt, hat der Kultur- und Sozialausschuss die Stadtwette verloren.

Bilder

Es war schon eine knifflige Aufgabe, denn Peter Kinzel hat mitunter nur einen kleinen Ausschnitt eines Hauses oder eines Denkmals festgehalten. Folgende Motive hat er gewählt: Sowjetischer Ehrenfriedhof, Tor auf dem Sportplatz, Nachbau des Gröninger Fasses, Eingangstür der St. Cyriakus Kirche, Lichtmühle, Kulturhaus, Grundschule „Friedrich Hofmann“, Jahreszahl am Nordportal der St. Martini Kirche, Waage der alten Zuckerfabik am Südtor, Gröninger Museum, Alte Sekundarschule/Verwaltung, Germania, Großes Wehr, Wohnheim „Kaktus“, Gedenkstein der Opfers des 2. Weltkrieges (Martini Friedhof), Schlauchturm Feuerwehr, Fenster der Leichenhalle Cyriakus Friedhof, Sporthalle, Bahnbrücke über die Bode zur Zuckerfabrik, Gedenkstein Preußenfriedhof Südgröningen.

So knifflig es auch war: Irmi Wieneke hat es tatsächlich geschafft, alle 20 Motive zu erkennen. Dafür gab es eine Sektflasche. Da alle anderen Teilnehmer 15 Motive richtig erraten hatten, verlor der Kultur- und Sozialausschuss die Stadtwette.

„Macht nichts“, sagten sich die drei Hauptakteurinnen Heike Friebertshäuser, Vera Jander und Anika Rhein. Denn das Einlösen des Wetteinsatzes bringt interessierten Gröningern eine Nachtwanderung mit Heimatforscher Ralf Staufenbiel ein. Dann werden die fotografierten Orte aufgesucht. Im Anschluss gibt es ein gemütliches Beisammensein.