Oschersleben l Das Konzept, die große Stadtfete zur 1025-Jahr-Feier, mitten in der Stadt zu veranstalten, scheint aufgegangen zu sein. Wie sich das am Ende des Tages in Cent und Euro darstellt, ob die Händler oder die Schausteller gut verdienten, wird sich noch zeigen. Auf alle Fälle war ordentlich was los in der Jubiläumsstadt Oschersleben. War es am Freitagabend zum Bühnenprogramm noch etwas verhalten, strömten am Sonnabend hingegen die Menschen in die Stadt. Am Nachmittag waren es vor allem die Familien.

Um 14 Uhr eröffneten Bürgermeister Benjamin Kanngießer und Dr. Wolfgang Nehring, Vorsitzender des Oschersleber Stadtrates, das Bühnenprogramm „Oschersleben am Nachmittag“. Auf der Bühne auf dem Marktplatz blickten sie zunächst auf die historische Entwicklung Oscherslebens zurück. Benjamin Kanngießer bedankte sich bei allen Helfern und wünschten den Gästen viel Spaß. Für die Besucher gab es dann auch noch eine kleine Überraschung: Wer Geburtstag hat, bekommt in der Regel auch eine Geburtstagstorte. Da soll Oschersleben, erst Recht bei einem Alter von 1025 Jahren, nicht abseits stehen. Die große Buttercremetorte, gebacken von der Bäckerei Ruff, wurde von Wolfgang Nehring und Benjamin Kanngießer an die Besucher verteilt.

Nach der Eröffnung sorgten die Gröbziger Musikanten für Stimmung auf der großen Bühne am Marktplatz. Überbrachten die Line Dancer, Caro Curioso und die Awolinos, die Kita „Anne Frank“ und die Reiterstein-Grundschule Hornhausen, der Chili Fashion Store mit einer Modenschau, Mädchenballett, Tanzmäuse und „Ramba Zamba“ vom katholischen Karnevalsverein ihren ganz persönlichen Geburtstagsgruß an das 1025 alte Oschersleben, in dem sie das Programm auf der Bühne gestalteten.

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Fest in der Innenstadt

Anlässlich des Stadtjubiläums war das Fest vom Schützenplatz in die Innenstadt geholt worden. „Ich glaube das war eine gute Idee“, sagte Benjamin Kanngießer (parteilos) angesichts der zahlreichen Menschen, die an diesem Nachmittag die Innenstadt bevölkerten. Dem stimmte auch Wolfgang Nehring (CDU)zu: „Wir feiern das ganze Jahr und das ist jetzt das Neue in diesem Jahr“. Auch die Besucher fanden den „Umzug“ des Festes in die Innenstadt eine gute Idee. „Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber schön, dass es belebt ist“, sagte eine Besucherin. „Ich find das schön, dann kommt man wenigstens mal in die Stadt“, sagte Jörg Weinert. Er besuchte mit seinen Töchtern Henriette und Amelie Steffen das Fest. Am Schminkstand ließen sich die beiden ein Glitzertattoo auf die Haut malen.

Aber nicht nur der Schminkstand, auch Hüpfburgen, die Fahrgeschäfte im Vergnügungspark an der Lindenstraße und Trampoline sorgten bei den Kindern für Spaß. Die Händlermeile lockte die Besucher mit Honig, Tee, Schmuck und vielen anderen Dingen an. Buntes Getümmel herrschte in dieser lauen Sommernacht auch noch am späten Sonnabendabend in der Innenstadt. Im weithin sichtbaren und in vielen Farben leuchtenden Riesenrad bestaunten die Menschen das bunte Treiben von oben, schauten auf die Bodestadt und ins Land. Auch in den anderen Fahrgeschäften tummelten sich an diesem Abend noch viele Familien, um anschließend zur Showbühne zum Marktplatz zu ziehen.

DJ Steffen und die Dancecrew mit samt der Hit Radio Show heizten dem bunt gemischten Publikum ordentlich ein und mit dem Dunkelwerden trauten sich mehr und mehr Leute vor die Bühne, um so richtig abzurocken. Höhepunkt des Sonntags war zweifelsohne der Festumzug, der sich, mit mehr als einen Kilometer Länge durch die Geburtstagsstadt zog. Rund 1500 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer mischten mit, stellten dar, was Oschersleben ausmacht. Selbst Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein.