Sommersdorf l Bei planmäßiger Fertigstellung hätte es wohl keine kalten Hände beim obligatorischen Scherenschnitt gegeben. Knapp drei Monate länger als im April angekündigt hat die Herrichtung des ortsverbindenden Teilstücks der Kreisstraße und ihrer Nebenanlagen gedauert. „Aber heute freuen wir uns einfach und sind allen Beteiligten dankbar, dass die Maßnahme erfolgreich und zufriedenstellend abgeschlossen werden konnte“, sagte Bürgermeister Peter Müller.

Da das Projekt weit vor seinem Amtsantritt angeschoben und realisiert wurde, „habe ich selbst ja keinen Anteil daran“, erklärte Landrat Martin Stichnoth. Gleichwohl sei er ebenso froh, „dass unsere K 1145 nun endlich fertig ist, insgesamt hat es ja acht Jahre gedauert.“ Seit 2010 wurden in vier Bauabschnitten die gesamte Ortsdurchfahrt Sommersdorf sowie die Freilandstrecke nach Sommerschenburg saniert.

1,1 Millionen Euro Kosten

1,1 Millionen Euro waren erforderlich, um die alte Straße fachgerecht auszubauen, teilte das Landratsamt mit und korrigierte damit das zuvor mit zwei Millionen benannte Investitionsvolumen. 80 Prozent habe das Land Sachsen-Anhalt beigesteuert. Der neue Straßenkörper mit Bitumenoberfläche ist sechs Meter breit. Ein Grünstreifen trennt ihn von dem begleitenden Fuß- und Radweg, welcher der Gemeinde sehr wichtig war, wie Müller und Stichnoth betonten, deshalb auch im kommunalen Auftrag gebaut worden ist.

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Zudem wurde ein Überschwemmungsschutz für das abschüssig gelegene Sommersdorf geschaffen: Drei neue Straßendurchlässe leiten anfallendes Niederschlagswasser in sechs Regenrückhaltebecken. Der Trink und Abwasserverband hat im Zuge der Baumaßnahme zudem die Trinkwasserleitung erneuert.