Hadmersleben l Noch bis zum Ende dieser Woche können die Bürger aus Hadmersleben ihre Ideen zur Umgestaltung des Platzes, auf dem bis vor einigen Monaten noch das Rathaus stand, einbringen. Einsendeschluss ist der 28. Februar.

Semesterferien in Hadmersleben

Vom Ideenwettbewerb in seiner Heimatstadt hat auch der 22-jährige Architekturstudent Adrian Spengler erfahren. Er studiert in Münster, hat aktuell Semesterferien und bereitet sich auf seine Bachelorarbeit vor. Auch die soll sich mit Hadmersleben beschäftigen, mit der Meika. Das einstige Firmengelände prangt wie ein Koloss in der Ortsmitte. „Ich bin schon der Meinung, dass, wenn man sich Gedanken um die Gestaltung des Platzes macht, auf dem einst das Rathaus stand, das gesamte Umfeld betrachtet werden sollte. Dazu gehört die Meika genauso wie die Stadtkirche, das historische Rathaus und die alte Post, auch wenn das Gebäude aktuell nicht schön aussieht“, erklärt Adrian Spengler.

Fragebogen erstellt

Als er vom Ideenwettberwerb erfahren hat, entwarf er einen Fragebogen für die Hadmersleber Bürger. Gemeinsam mit Freunden hat er 650 Stück in der Kleinstadt verteilt. Mit dem Fragebogen, der anonym blieb, fragte Adrian zunächst persönliche Dinge wie Alter, Familienstand, Kinder, Entfernung zum Rathausplatz, Wohnsituation, also ob Miete, Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus, Haustiere, Garten, Mitgliedschaft im Verein oder Kirche ab. Zugleich formulierte der angehende Architekt Fragen, wie sich die Bürger die Gestaltung oder Nutzung des „Rathaus-Platzes“ vorstellen könnten. Am Anfang der Umfrage stehen die Fragen, ob es in Hadmersleben ausreichend Grünflächen gibt, ob diese sauber und gepflegt sind, ob sie einladen, darin zu verweilen.

50 Antworten zur Auswertung

„Für die Gestaltung des ‚Rathaus-Platzes‘ steht ja bislang nur fest, dass das Areal nicht bebaut werden darf. Für alles Andere, wie auch die Finanzierung, gibt es keine Festlegungen. Daher habe ich die Leute gefragt, ob sie sich an der Gestaltung auch aktiv, also gestalterisch oder handwerklich beteiligen würden. Vorstellbar wäre ja auch, auf dem Gelände Flächen für sportliche Aktivitäten oder für Kinder zu schaffen, ein Büchertauscher aufzustellen“, erklärt Adrian Spengler. Gemeinschaftlicher Gartenanbau, gemeinsame Pflege der Grünanlagen, ein Wochenmarkt oder Flächen für Veranstaltungen, die die Stadtkirche und das historische Rathaus einbeziehen, dafür könnte der „Rathaus-Platz“ genutzt werden.

Beitrag zur Gestaltung

Inzwischen hat Adrian Spengler die Fragebögen ausgewertet. Von 650 verteilten Zetteln kamen 50 zurück. Geantwortet haben vor allem die 40 bis 70-Jährigen sowie über 70-Jährigen. Unter 20 Prozent lag die Beteiligung der 25 bis 40-Jährigen. Die genaue Auswertung der Fragenbögen mit allen geäußerten Gedanken und Ideen sowie den eigenen Gestaltungsideen des Architekturstudenten werden der Beitrag von Adrian Spengler zum Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Hadmersleber „Rathaus-Platzes“ sein.