Hadmersleben l Ingrid und Wilhelm Kempe sowie Heidrun Klapa sind aus Klein Wanzleben nach Hadmersleben gekommen und von dem begeistert, was aus der früheren Malz- und Süßwarenfabrik „Meika“ so nach und nach werden soll. Das erfahren sie vom neuen Besitzer Krystof Marchewicz. Der mit Ehefrau Beate sowie mit den anderen Mitgliedern des hier jetzt ansässigen Vereins Kunst- und Kulturfabrik unter anderem mehrere Manufakturen verschiedenster Art herholen beziehungsweise in Betrieb nehmen möchte. Wie der Bildhauer auch zum Ziel hat, dass sein Atelier nicht das einzige bleibt, sondern sich hier auf dem Gelände weitere Künstler ansiedeln.

Und als die Klein Wanzleber Gäste dann auch noch gemeinsam mit weiteren Besuchern von Krystof Marchewicz durch das frühere Fabrikgebäude geführt werden, wächst von Etage zu Etage die Hochachtung vor dem Mut der Initiatoren. „Wir wünschen viel Energie, viel Glück und viel Erfolg.“

Wünsche, denen sich beispielsweise der Schönebecker Dieter Beinlich anschließt. Oder auch der Hadmersleber Tino Krüger, der mit seinem neun Monate alten Sohn Oskar auf das alte Fabrikgelände gekommen ist. Wie den Tag über noch reichlich mehr Besucher auftauchen. Ist doch die frühere „Meika“ eine der Stationen der „Süßen Tour“, die seit gut zehn Jahren unter der Regie des Tourismusverbandes Elbe-Börde-Heide im Herbst in der Region Magdeburg stattfindet.

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Heimatstube und Eisenbahnmuseum

Und da es in Hadmersleben und im Nachbarort Klein Oschersleben noch zwei weitere dieser Stationen gibt, schauen sich die Besucher aus nah und fern auch dort um. Also in der Heimatstube Hadmersleben und im Klein Oschersleber Eisenbahnmuseum Feldmann.

In der Heimatstube ist es Zinedine Zornack, der ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und den Gästen die Ausstellung zur Hadmersleber Heimatgeschichte zeigt. In der es nicht zuletzt die Bördetrachten sind, für die sich die Besucher interessieren.

Im Eisenbahnmuseum ist es Chef Erhard Horn, der sich gleich mit mehr als 20 Vereinskollegen beziehungsweise Helfern um die Besucher kümmert. Ihnen also beispielsweise in der unteren Etage die Dauerausstellung sowie eine neu aufgebaute Ausstellung zur Geschichte der Landwirtschaft präsentiert, wie auch in der oberen Etage etliche Modellbahnanlagen, die im zurückliegenden Jahr wieder reichlich erweitert worden sind.