Protestaktion

Veranstalter tauchen Oschersleber Rathaus in rotes Licht

Von André Ziegenmeyer
Akteure der Veranstaltungsbranche tauchten das Rathaus am Freitag in rotes Licht, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Foto: André Ziegenmeyer

Oschersleben. Strahlend rot war das Oschersleber Rathaus am Freitagabend angestrahlt. Anlass dafür war eine sogenannte „Night of Light“ (englisch für „Nacht des Lichts“). Mit dieser Aktion wollten Akteure der Veranstaltungsbranche auf ihre Situation angesichts der Corona-Pandemie hinweisen.

Beteiligt waren die Firmen Moving Rental Service und Bode Event Depot aus Oschersleben vertreten durch Silvio Sattler, DeMa Veranstaltungen aus Wanzleben vertreten durch Dennis Mahr und die Fotografin Christin Reek, Light Illusions aus Aschersleben vertreten durch Stephan Kiel und Michelle Reichelt sowie InEvents von Patrick Hecht.

„Wir möchten auf uns aufmerksam machen, weil sich die Veranstaltungsbranche schon am längsten im Lockdown befindet“, erklärte Dennis Mahr. „Im Prinzip haben wir seit dem März 2020 ein Berufsverbot und immer noch keine Perspektiven“, ergänzte Silvio Sattler. Man wolle endlich wieder arbeiten können, auch unter den aktuellen Hygiene-Vorgaben.

Laut Dennis Mahr sei die Branche gerade zu Beginn von der Politik vergessen worden, er selbst habe bis heute keine Förderung erhalten. Dabei dürfe man nicht vergessen, wie viele Arbeitsplätze an Veranstaltungen hängen – von den Künstlern, über die Gastronomie bis zum Blumenladen. Für die Beteiligten war es bereits die dritte Night of Light, sie ging mit einer großen Lichtshow zu Ende und wurde live ins Internet übertragen. Die nächsten Aktion soll in Möckern stattfinden. Die Organisatoren bedankten sich am Ende bei der Stadt dafür, dass die Aktion auf dem Marktplatz möglich war.