Peseckendorf l Für die Schließung der Landesjugendbildungsstätte im Schloss Peseckendorf vor mehr als zwei Jahren wurden damals der Reparaturstau und eine nicht mehr gegebene Wirtschaftlichkeit angegeben. Nachdem der Verkauf gescheitert war, steht das Schloss leer, wird vom „Hausmeister“ bewohnt.

Doch wie sieht die Zukunft des Schlosses aus, strebt der Paritätische weiterhin den Verkauf an? „Ja, der Paritätische Sachsen-Anhalt versucht weiterhin den Verkauf des Schlosses voranzutreiben. Entsprechende Gespräche werden laufend mit Interessenten und Investoren geführt“, macht Andrik Krüger, stellvertretender Landesgeschäftsführer des Paritätischen, deutlich.

Ein Maklerbüro, spezialisiert auf alte Gutshäuser und Schlösser, sei mit in die Vermarktung eingebunden.

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Aufgrund der bestehenden Fördermittelbindung, die sich noch auf zehn bis zwölf Jahre beläuft, würde sich der Verkauf jedoch recht schwierig gestalten, da ein potentieller Käufer in die Zweckbindungsfristen eintreten müsste. Das würde konkret bedeuten, er müsste im ehemaligen Gutshaus weiterhin Jugend- und Bildungsarbeit leisten. Oder aber der Investor zahle die Fördermittel, rund eine Millionen Euro, zurück.

In Peseckendorf und Umgebung macht indes das Gerücht die Runde, in das „Sanssouci der Börde“ würden Flüchtlinge einziehen. Dafür würden bereits Renovierungsarbeiten stattfinden. Dieses Gerücht sei tatsächlich nur ein Gerücht, so Andrik Krüger. „Eine derzeitige Renovierung und Instandsetzung des Gebäudes findet nicht statt“, so Krüger.

Gespräche mit dem Landkreis Börde

Zugleich berichtet der stellvertretende Landesgeschäftsführer, dass es vor drei Wochen eine Anfrage des Landkreises Börde gab, ob die ehemalige Jugendbildungsstätte Peseckendorf für die Aufnahme von Flüchtlingen bereitgestellt werden könne.

„Selbst wenn wir diese Möglichkeit in Betracht ziehen, könnte das Objekt jedoch aufgrund notwendiger Reparaturen und Instandhaltungen am und im Gebäude sowie des fehlenden Inventars nicht sofort und kurzfristig für eine solche Nutzung bereitgestellt werden“, berichtet Andrik Krüger.

Bei einer gemeinsamen Besichtigung habe sich der Landkreis Börde über die Bedingungen vor Ort informiert.

Weitere Gespräche werden diesbezüglich zwischen dem Paritätischen Sachsen-Anhalt, dem Landkreis Börde und der Stadt Oschersleben geführt.