Gröningen l Vor dreieinhalb Jahren ist die Verwaltung der Verbandsgemeinde Westlichen Börde aus dem maroden Gröninger Rathaus gezogen. Nach vergeblichen Sanierungsanläufen und zahlreichen Diskussionen haben die Stadt Gröningen und die Verbandsgemeinde entschieden, das mehr als 200 Jahre alte historische Haus abzureißen und an der selben Stelle ein völlig neues Verwaltungsgebäude zu bauen. Im Mai 2018 kam dann auch der Abrissbagger und nach wenigen Tagen war alles weg.

Seither ist es ziemlich still in der Gröninger Marktstraße Nummer 7. Abgesehen davon, dass die Gröninger im September vergangenen Jahres auf der nun brachliegenden Fläche ein Volksfest, genau gesagt ein Stadt- und Rathausfest gefeiert haben.

Planungsunterlagen liegen fertig vor

Zudem hatte es im ersten Halbjahr 2018 einen Architekturwettbewerb zur Gestaltung des neuen Verwaltungsgebäudes mit 14 Teilnehmern und danach die Entscheidung des Verbandsgemeinderates gegeben, das Projekt des Wettbewerbssiegers auch umzusetzen. Der mit dem Architekten Karsten Liebner aus Magdeburg kam.

„Die Planungen für den Neubau laufen, die ersten fertigen Planungsunterlagen sind schon da“, hat nun Ines Kühn während der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates mitgeteilt. Wie die Leiterin des Bauamtes der Verbandsgemeinde in dieser Sitzung weiter informierte, ist bereits in diversen Gesprächsrunden unter anderem verbindlich über das Raumprogramm, also darüber gesprochen worden, welche Räume im Gebäude zur Verfügung stehen und in welcher Form sie genutzt werden sollen. Auch ist es in diesen Absprachen um das Material gegangen, das hier und da verwendet werden soll, wie zudem um die Art und die Form der Fenster oder auch um die Gestaltung der Außenanlagen.

Kosten sollen gesenkt werden

Das Ganze nicht zuletzt mit dem Ziel, den Stand der Kosten zu senken. Hatte doch die aktuelle Kostenentwicklung im Baugewerbe dazu geführt, dass die Umsetzung des auserwählten Projekts nicht wie vorgesehen 1,6 Millionen Euro, sondern 1,9 Millionen Euro kosten würde.

Vor diesem Hintergrund sei laut Ines Kühn unter anderem entschieden worden, die Fassade des Gebäudes nicht ringsum mit Klinkersteinen zu gestalten, sondern das Gebäude linkerseits zu putzen. Auch werden nun nicht alle Fenster mit einem Sonnenschutz ausgestattet und werden die Außenanlagen erst später so wie ursprünglich vorgesehen gestaltet. Im Gespräch sei auch gewesen, im Trauzimmer keine Trennwandanlage einzubauen. Doch stehe hier die Entscheidung noch aus.

Mit der Ausschreibung des Architekturwettbewerbs war auch der Zeitplan der Umsetzung des Projekts festgelegt worden. Danach soll in diesem Jahr mit dem Bau begonnen und im nächsten Jahr in das neue Verwaltungsgebäude eingezogen werden.