Ausleben l Einmal im Jahr heißt es bei der Feuerwehr der Großgemeinde Ausleben die Wanderschuhe geschnürt, die Rucksäcke geschultert und gute Laune eingepackt. Dann lädt der Förderverein der Wehr zu einer Braunkohlwanderung ein. Diesmal meinte es das Wetter besonders gut, denn die Sonne strahlte und Temperaturen waren frühlingshaft.

Während so nach und nach die Wanderer am Gerätehaus eintrafen, wurde in der Küche schon schnippelt, gerührt und abgeschmeckt. Für den Grünkohlschmaus hatte das Küchenteam um Peter Walter alle Hände voll zu tun. 25 Kilogramm Grünkohl und 25 Kilogramm Kartoffel galt es zu verarbeiten, dazu 100 Würste, mehrere Kilogramm Bauch- und Kammfleisch sowie ein Kilogramm Zwiebeln.

Wanderroute geheim gehalten

Peter Walter war es auch, der für den Förderverein der Gemeindefeuerwehr Ausleben als Ausrichter der Braunkohlwanderung die offizielle Begrüßung der Teilnehmer übernahm. Danach hatte Hubert Weber das Wort. Wie in jedem Jahr, war er die Wanderstrecke in den Tagen vor der Veranstaltung abgegangen. Die genaue Route ist dann eins der bestgehüteten Geheimnisse und wurde erst vor Beginn der Wanderung gelüftet.

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Vom Gerätehaus aus ging es zunächst nach Warsleben und von dort in einem großen Bogen um Ausleben und Ottleben. Zwischendurch hatten die Wanderer die Möglichkeit, bei Kaffee, Glühwein, kühlen Getränken und kleinen Snacks neue Kräfte für die nächsten Etappen zu sammeln. Am Nottagebau bei Ottleben erfolgte die letzte und gleichzeitig längste Rast, bevor der Rückweg angetreten wurde.

Etwas Besonderes für die Kleinen

Auch die jüngsten Mitglieder der Wehr, die Kinderfeuerwehr mit ihren 22 Mitgliedern, nahm an der Braunkohlwanderung teil. Den kurzen Beinen der Teilnehmer angepasst, hatten sich die Betreuer jedoch etwas Besonderes für ihre Schützlinge ausgedacht. Zunächst gab es für jedes Kind ein kleines Verpflegungspaket für den Rucksack, bestehend aus Äpfeln und Waffeln. Dann konnte die Schnitzeljagd beginnen. Dazu galt es für die Mädchen und Jungen, immer wieder Hinweise zu finden, die sie zur nächsten Station führten, um schließlich den Schatz zu suchen und zu finden.

Pünktlich zur Mittagszeit trafen dann Groß und Klein wieder am Gerätehaus ein und wurden schon vom verführerischen Duft des winterlichen Gemüses empfangen. Das Team um Peter Walter hatte pünktlich das Essen fertig und erwartete bereits die Wanderer. Schnell waren die Teller gefüllt und alle langten nach der Bewegung an der frischen Luft kräftig zu. Immer wieder war da ein „Mhhh, das schmeckt ja wieder lecker“ zu hören. Die Hobbyköche nahmen dieses Lob sehr gern entgegen. In gemütlicher Runde ließen die Ausleber Wanderer im Gerätehaus diesen Tag ausklingen und freuen sich schon auf die Wiederholung im nächsten Jahr.