Oschersleben l Matheo Heinrichs und Marlon Stachowiak ist es zu verdanken, dass der Oschersleber Wiesenpark nun einen Hirsch als Maskottchen hat. Und die beiden Schüler der Klasse zwei der Grundschule St. Martin haben ihm auch gleich einen Namen gegeben. Er heißt „Hirschi“.

Matheo und Marlon sind die Sieger eines Maskottchen-Wettbewerbs, den der Oschersleber Wiesenpark-Förderverein ausgeschrieben hat. Etwa 300 Mädchen und Jungen aus den Oschersleber Grundschulen „Puschkin“, „Goethe“ und „St. Martin“ sowie aus der Hornhäuser „Reiterstein-Grundschule“ waren am Start. Die Schüler haben vor allem Zeichnungen eingereicht, aber auch Plastiken. Vom Esel über Ziege und Papagei bis hin zum Strauß waren so gut wie alle Tiere vertreten, die im Wiesenpark zu sehen sind. Manche Arbeiten sind von einzelnen Schüler angefertigt worden, andere zu zweit oder in größeren Gruppen.

Aus der Flut von Vorschlägen hat der Förderverein schließlich „Hirschi“ gewählt. „Die Knet-Figur von Matheo Heinrichs und Marlon Stachowiak hat uns sofort begeistert, weil sich ein Hirsch sehr gut mit unserem Wiesenpark in Verbindung bringen lässt“, begründete Fördervereinsvorsitzender René Herbert die Entscheidung, als er am Sonntagvormittag gleich zu Beginn des Wiesenparkfestes den Wettbewerb ausgewertet hat.

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Und zu diesem Zeitpunkt auch schon die ersten 48 „Hirschi“-Plüschexemplare zum Verkauf parat hatte, die der Verein gleich nach seiner Maskottchen-Entscheidung als Erstauflage produzieren ließ. Und keinerlei Probleme mit dem Absatz hatte.

Doch hat René Herbert am Sonntag nicht nur die Wettbewerbssieger hervorgehoben, sondern sich bei allen Teilnehmern bedankt. „Es waren sehr viele tolle Ideen dabei. Ihr habt euch sehr viel Mühe gegeben.“

Mit der Folge, dass der Förderverein nicht nur wie ursprünglich vorgesehen die beiden Wettbewerbssieger, sondern aus jeder der vier beteiligten Grundschulen drei eingereichte Arbeiten prämiert (siehe Informationskasten). Allerdings waren nur wenige der prämierten Schüler am Sonntagvormittag aufgrund des schlechten Wetters anwesend. „Den anderen werden wir in den Schulen danke sagen und dort kleine Preise übergeben“, kündigte René Herbert an.

Apropos schlechtes Wetter. Das hat am Sonntag den Organisatoren des Wiesenparkfestes sehr übel mitgespielt. Mit wenigen Pausen hatte es den ganzen Tag über geregnet und diesen Regen vor Augen schon in der Frühe der eine oder andere Programm-Mitstreiter abgesagt. Beispielsweise das Technische Hilfswerk und der Awolinos-Zirkus. „Was ich absolut verstanden und nachvollzogen habe“, so René Herbert: „Als wir um 8 Uhr im Vorstand zusammengekommen sind, haben wir dennoch entschieden, das Fest nicht völlig ausfallen zu lassen.“

Etliche hartgesottene Besucher haben dieser Entscheidung der Organisatoren Recht gegeben. Denn es hatten sich nicht nur bei der Eröffnung, sondern auch danach – beispielsweise beim Fütterungs-Rundgang, bei Bauernhofspielen oder auch bei Angeboten der Kreisverkehrswacht Oschersleben – etliche kleine und große Gäste eingefunden. Auch ein niedersächsischer Kaninchen-Schutzverein, Imker, der Jagdverband, Hordorfer Kleintierzüchter, die Polizei und weitere Wiesenpark-Unterstützer haben dem Regen getrotzt und waren mit Informationsständen zugegen.

„Trotzdem ist das Fest natürlich nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht hätten. Deshalb haben wir nun vorgesehen, im Oktober eine neue Kletterburg, für die wir Geld aus einem Förderprogramm bekommen haben, mit einem weiteren Fest in Betrieb zu nehmen“, kündigt René Herbert an.