Boock l Vor Ort waren unter anderem Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth, Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten nebst Stellvertreter Karsten Noffke sowie die Abordnungen befreundeter Wehren aus Kossebau, Kleinau, Gladigau, Einwinkel und Packe­busch. Zu Beginn seiner Rede ging Andreas Liebsch auf die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr ein. Er erinnerte, dass es von den Anfängen an zwei Jahre gedauert hatte, bis die Wehr 1909 gegründet wurde. Auslöser sei wahrscheinlich ein verheerender Brand gewesen, der Boock 1901 heimgesucht hatte. Eine erste Spritze wurde gekauft, gezogen wurde sie per Hand oder auch von Pferden. Später folgten Traktoren, oft Fahrzeuge von den Betrieben, in denen die Kameraden arbeiteten. Alarmiert wurde lange vom Fahrrad aus mit einem Horn.

Erst 1994 gab es für die Wehr ein erstes Fahrzeug, ein ausgedienter B 1000, der mit viel Fleiß selbst zum Einsatzfahrzeug umgerüstet wurde. Seit 1999 verfügen die Brandbekämpfer über einen Fiat Ducato. Diese Anschaffung ist auch schon wieder 20 Jahre her, aber die Kameraden hoffen, dass er noch lange seinen Dienst macht. Liebsch blickte zudem auf die Einsatz-Chronik der Wehr zurück. 1977 ein Scheunenbrand, das Hochwasser 2013 und 2018 der große Waldbrand bei Seehausen seien die größten Herausforderungen für die Boocker Brandbekämpfer gewesen, zählte er auf.

Der Wehrleiter erinnerte an die erfolgreiche Teilnahme an Ausscheiden und Wettkämpfen, aber auch an Kameraden wie Werner Bartels, der 34 Jahre als Wehrleiter tätig war. Lob und Dank gab es zudem für Manfred Kegel, der unter anderem vor 20 Jahren die Frauengruppe ins Leben rief, die heute einen stattlichen Anteil von 50 Prozent bei den aktiven Einsatzkräften hat. Zudem habe er den Förderverein gegründet, dem er seit kurzer Zeit nun selbst auch vorsteht. Der Dank des Wehrleiters ging nicht zuletzt an alle fleißigen Helfer, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung des 110. Geburtstages verdient gemacht hatten.

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Dank und Lobesworte auch von Rüdiger Kloth, der meinte, dass in Boock wohl die älteste Wehr der Verbandsgemeinde bestehe. Erst 20 oder 30 Jahre später hätten sich in vielen anderen Dörfern Feuerwehren gegründet. In der Verbandsgemeinde Seehausen bestünden aktuell 33 Wehren. Und spätestens der Waldbrand bei Seehausen im vergangenen Jahr habe gezeigt, dass man auf nicht auf eine dieser Wehren verzichten könne. Man sei auf jeden einzelnen der rund 600 Brandbekämpfer angewiesen. Karl Zimmer dankte den Sponsoren sowie den Frauen, die alle wieder fleißig Kuchen gebacken hatten. Er gab das Kuchenbüfett frei und verkündete, dass es einige Runden Freibier gebe. Das gesellige Beisammensein wurde durch die Bismarker Blasmusikanten musikalisch umrahmt.