Seehausen l Mit einer deutlichen Mehrheit votierten die Kommunalpolitiker dafür, die Einrichtung im Stadtwald jenseits der Bundesstraße zu erhalten, obwohl die Aufgabe freiwillig und das Gehege ein Zuschussgeschäft ist.

Ingo Lobenstein von der Unabhängigen Wähler-Gemeinschaft Beuster, Geestgottberg, Losenrade, Schönberg hatte den Unterhalt des Geheges öfter kritisiert und dafür gesorgt, dass sich der Stadtrat mit dem Thema intensiver beschäftigt. Mit dem zuvor gefassten Beschluss über die Verdoppelung der Hundesteuern in der Stadt und in den Dörfern sah sich der Schönberger in seiner Absicht einmal mehr bestätigt – wenn auch vergebens.

Die meisten seiner Mitstreiter inklusive Bürgermeister Detlef Neumann sind dafür, das Damwildgehege zu erhalten, weil es ein Anziehungspunkt für Schulklassen, Kindereinrichtungen oder Touristen ist. Darüber hinaus sei das Gehege ein wichtiger Bestandteil des Stadt- und Erholungswaldes, heißt es in der Beschlussbegründung. Nicht zu vergessen, dass die Stadt am Rande der „Altmärkischen Höhe“ einen Spielplatz unterhält, dass sich neben dem Gehege das Jagdzentrum sowie ein Hundefriedhof befinden und vor Ort auch regelmäßig öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Außerdem hofft die Stadt, dass der Eigentümer des Forsthauses bald neue Wirtsleute findet, künftige Pächter vielleicht auch ein Interesse am Gehege haben und auf Barsberge wieder mehr Leben einkehrt.

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Die Ausgaben für den Unterhalt des Geheges, das von der Jagdbehörde mit maximal 14 Tieren genehmigt ist, waren für den Stadtrat sozusagen nicht „kriegsentscheidend“. Die Bewirtschaftungskosten für das laufende Jahr (unter anderem Futtermittel und Tierseuchenkasse) werden sich voraussichtlich bei rund 600 Euro einpegeln.