Magdeburg/Beuster l Ein frisch „gebackener“ Jahrgang nahm vor ein paar Tagen seine Urkunden in der Handwerkskammer Magdeburg entgegen. Unter den sieben besonders Geehrten der 160 Absolventen war der Ostorfer (Beuster) Marcel Böttcher. Der 26-Jährige erreichte das beste Abschlussergebnis von insgesamt 70 Kraftfahrzeugtechnikermeistern.

„Der Meister war für mich der kürzeste Weg zum Studium“, offenbarte Marcel Böttcher seine Zukunftspläne. Fahrzeugtechnik habe ihn schon immer interessiert. Im heimatlichen Ostorf (Beuster) schraubte er schon als Junge an Mopeds und Autos herum, ließ er wissen. Nach dem erweiterten Realschulabschluss lernte er in einem VW-Autohaus in Wittenberge und arbeitete dann drei Jahre lang in der Freien Werkstatt von Holger Dehr in Geestgottberg, der bis heute große Stücke auf ihn hält. Es folgte ein eher fachfremdes Zwischenspiel in einem Unternehmen für Sicherheitstechnik im Raum Lüneburg und dann die Entscheidung für ein Studium. Der Meister sollte seine Zugangsberechtigung werden, die Wahl fiel auf das Bildungszentrum des Kfz-Gewerbes Sachsen-Anhalt in Möckern bei Burg.

In sechs Monaten zog er Teil I bis IV der Meisterschule durch und hofft nun auf einen Studienplatz für Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Maschinenbau in Hamburg. „Das Studium dort hat einen hervorragenden Ruf. Es gibt einen Numerus Clausus und regelmäßig 2000 Bewerber für 150 Studienplätze. Ich hoffe, für mich ist einer dabei“, sagt Böttcher bei der Handwerkskammer. Die Bewerbung startet am 1. Juni.

Sein Fernziel ist die Autoindustrie. Wolfsburg wäre ein Wunschort. Die E-Mobilität fasziniert den jungen Meister aus der nördlichen Altmark. Das Handwerk will Marcel Böttcher aber nicht vergessen: „Das ist eine gute Grundlage, auf der ich aufbauen kann.“