Zuwendungsbescheid

360-Grad-Rundgänge werden durch das Arneburger Museum möglich sein

Von Ingo Gutsche
Im Museum gibt es viel Interessantes zu entdecken: Natürlich auch  über die Burg – es bestand bis 997 sogar eine Palisadenbefestigung.
Im Museum gibt es viel Interessantes zu entdecken: Natürlich auch über die Burg – es bestand bis 997 sogar eine Palisadenbefestigung. Foto: Ingo Gutsche

Arneburg - Großer Erfolg für den Kultur- und Heimatverein aus Arneburg und damit auch für die Kommune: Es gab einen Zuwendungsbescheid für das geplante Projekt „Vorausschauend in die Zukunft – Arneburger Heimatmuseum 2.0“.

Über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ gibt es die finanzielle Unterstützung, um das Vorhaben eines virtuellen 360-Grad-Rundgangs durch das im Rathaus gelegene Heimatmuseum zu ermöglichen. Die Stadt möchte die Digitalisierung vorantreiben. Und dazu gehört auch das Museums-Projekt. Da sich diese Räumlichkeiten in der oberen Etage des Gebäudes befinden und dementsprechend nicht barrierefrei zugänglich sind, haben sich Verantwortliche des Kultur- und Heimatvereins und Stadträte ihre Gedanken gemacht. „Im Zuge des demografischen Wandels und der immer wichtiger werdenden Bedeutung der Barrierefreiheit in der Gesellschaft sollte auch das Arneburger Heimatmuseum als Einrichtung in den Fokus der Digitalisierung rücken“, betonte Stadtrat Carsten Sommer, der mit dem Inhaber einer Stendaler Digital-Agentur Kontakt aufnahm. Thomas Laleike nahm seine Arbeit bereits auf und fotografierte die Räume des Museums. In seiner Agentur setzt er die einzelnen Fotos so zusammen, dass der Nutzer von PC, Handy oder Tablet von der eigenen Couch aus auf Entdeckungstour gehen kann.

Audio-Spuren geplant

„Das ist ein besonderes Erlebnis“, ist Laleike immer wieder begeistert von solchen „Touren“. Die Wahrnehmung sei eine andere als bei einem „normalen“ Besuch im Heimatmuseum. „Man sieht dies aus einem ganz anderen Blickwinkel“, meint der Agentur-Betreiber, der schon mehrere Gebäude auf diese Weise digitalisierte, beispielsweise das Stendaler Musikforum Katharinenkirche. Die Arneburger Heimatgeschichte soll mittels 3-D-Rundgang erlebbar werden: Dazu gehören neben den Bildern auch Informationspunkte und Audio-Spuren, die das eine oder andere Exponat näher beleuchten.

Die Stadt Arneburg habe das Ziel, diese Thematik weiterzuführen. Zu einem späteren Zeitpunkt solle dann in der aus dem 12. Jahrhundert stammenden St. Georgkirche ein 360-Grad-Rundgang möglich sein.

Auf den Turm von St. Georg

Carsten Sommer schwebt sogar ein „Aufgang“ bis zum Turm des Arneburger Wahrzeichens vor. „Die Aussichtsplattform würde ich ebenso für empfehlenswert halten“, sagt der Vorsitzende des Kultur- und Tourismusausschusses, der noch weitere 3-D-Rundgänge in Arneburg planen würde. Zunächst hat jedoch erst einmal das Heimatmuseum oberste Priorität.

Zu einer verbesserten Form der Digitalisierung in der Elbestadt soll zudem ein für Touristen eingerichteter Info-Punkt im Vorraum des Tourismusbüros beitragen. Dort kann der Nutzer viele Informationen in Erfahrung bringen.

Ein Modell des ehemaligen Arneburger Bahnhofes kann in den Museumsräumen unter anderem besichtigt werden.
Ein Modell des ehemaligen Arneburger Bahnhofes kann in den Museumsräumen unter anderem besichtigt werden.
Foto: Ingo Gutsche