Osterburg/Seehausen l Natürlich stimmte der Chor traditionell musikalisch auf die Feierstunde ein. Corinna und Lothar Klein verabschiedeten sich von ihren langjährigen Mitgliedern. Und dann ging es tatsächlich los mit dem großen Abschied von der Schulzeit. Schulleiterin Elke Hein gratulierte zu einem beachtlichen Gesamtdurchschnitt von 2,35 und ließ einzelne Stationen mit Hilfe von Lieblingsliedern ihrer Schützlinge Revue passieren. Während ein Großteil schon in der 5. Klasse in Osterburg anfing, kamen 2013 die Seehäuser dazu – Zusammenwachsen war angesagt.

Im Schuljahr 2017/18 hieß es Neuorientierung im Kurssystem, es gab nun keine Klassenleiter mehr. Alexander Dankert und Elke Preis erwiesen sich als unschlagbares Koordinatorenteam, ob im Schulalltag, beim Skikurs oder auf den Ausflügen nach Rossau und Prag. Kein Wunder, dass sie von ihren Schülern dafür später mit goldenen Schallplatten belohnt wurden. Und auch Mandy Schaffer und Sabine Stampehl, die als Klassenleiterinnen loslassen mussten, hatten sich durch ihr Engagement, nicht nur für ihr Fach Deutsch, unvergessen gemacht und bekamen Lobeshymnen auf dem Abiball. „So lange werde ich nie wieder eine Klasse haben“, stellte Sabine Stampehl fest, „das war schon etwas Besonderes.“

„Dass man tiefe Brunnen graben muss, wenn man klares Wasser will“, fügte Elke Hein als Zitat hinzu, hatten viele vor allem in der Prüfungszeit erfahren. Doch wie auch immer es für jeden Einzelnen weitergehen mag, ob im Ausland als Au Pair oder Student, die Schulleiterin gab den Rat des Sängers Kontra K gerne weiter: „Beweist Herz, siegt mit Stolz, verliert mit Respekt und gebt nie auf!“

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Der Seehäuser Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth ergänzte um einen wichtigen Teil: „Auf Wiedersehen in der Altmark!“ Wiederkommen lohnt sich - dafür sprach sich außerdem Gunter Wittig in Vertretung des Industrie- und Handelsclubs aus: Er vergab Förderpreise für herausragende Leitungen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich an Leonie Winter und Maxi Fischer sowie im sprachlich-künstlerischen Bereich an Janne Schmitz und Lea-Sophie Thüring und bemerkte spitz: „Jungs, ich glaube, ihr habt was verpeilt.“

Bestes Abi

Das beste Abitur legten ebenfalls junge Damen ab, die zudem für ihr bestes Fach ausgezeichnet wurden: Vanessa Mauer (Englisch), Maxi Fischer (Mathematik), Hanna Alph (Deutsch) und Nadja von Wiegen (Chemie). Martina Hilgendorf-Kortmann gratulierte Lara Zierau zur besten Leistung im Fach Französisch. Wirtschaftsrecht in Wismar zu studieren, ist das nächste Ziel der Flessauerin. Vanessa Mauer hingegen hatte schon ihre Koffer gepackt. Gleich am Montag geht es für sie mit dem Programm „Work & Travel“ nach Neuseeland.

Bei der Seehäuserin Maxi Fischer, die mit Sträußen und Ehrungen nur so überschüttet wurde, ulkten ihre Klassenkameraden, sie würde einen Blumenladen aufmachen. Weit gefehlt! Die Seehäuserin, die Claudia Francke in Vertetung des Freundeskreises des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums neben Julia Hoyer und ihrer Tochter Lea für ihr soziales Engagement auszeichnete, möchte Event-und Tourismusmanagement in Berlin studieren.

Nun war es an der Zeit, Wegbegleitern zu danken: vorneweg den Eltern, aber auch Katharina und Andreas Schulz für ihre hervorragende Vorbereitung auf das Abitur in Mathe, den Sekretärinnen, den Hausmeistern  ...