Sporthalle

Arneburg stellt Bauantrag für Großprojekt

Die Stadt Arneburg hat ein großes Projekt im Blick: eine Zweifelder-Sporthalle mit einer ausziehbaren Tribüne. Der Bauantrag ist gestellt.

Von Ingo Gutsche

Arneburg l Die Arneburger wollen eine neue Sporthalle. Der Stadtrat setzt alles daran, dass Fördergeld für das Vorhaben fließen wird. Das Projekt, das in Nachbarschaft der alten Sporthalle umgesetzt werden soll, ist das größte im kommenden Haushaltsjahr: Drei Millionen Euro sind dafür im 2021er Etat eingeplant.

Das zuständige Planungsbüro gab in der Vorwoche die Unterlagen für den Bauantrag bei der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ab. Simone Kuhlmann, Leiterin des Fachbereiches Gemeindeentwicklung und Bürgerdienste, leitete diese weiter an den Landkreis. „Um Baurecht zu erwirken“, wie sie sagte. Gleichzeitig gehe der Bauantrag auch an das Landesverwaltungsamt zur Fördergeld-Stelle. Die Chancen, dass der Neubau gefördert wird, stünden gut. Etwa die Hälfte der Baukosten könnten die Arneburger zugesprochen bekommen.

„Die Fördermittel sind im Landesplan drin“, weiß Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU). Nun hofft er, dass das Projekt von den Verantwortlichen als so gut befunden wird, dass die Elbestadt von einer finanziellen Förderung profitiert. Die Voraussetzungen dazu wurden geschaffen. Der Bürgermeister ist vom Projekt überzeugt. Die Zweifelder-Halle soll ihren Platz nur unweit der jetzigen Sportstätte auf einem Teil des Sportplatzes an der Staffelder Straße erhalten.

Die Sporthalle, die in der Mitte durch eine Trennwand zweigeteilt werden kann und somit den Unterricht von zwei Klassen/Gruppen gleichzeitig möglich macht, umfasst eine Größe in den Ausmaßen von 45 Mal 23 Meter. Zum Vorhaben zählt auch eine ausziehbare Tribüne, wie Riedinger informierte. So könnten auch genügend Zuschauer die Wettkämpfe verfolgen. Das alte Domizil aus den 1960er Jahren entspräche schon seit einiger Zeit nicht mehr den Anforderungen an eine moderne Sporthalle.

Hauptnutzer sind die rund 100 Kinder und Jugendlichen des Arneburger Leichtathletikvereins, die mehrere Tage in der Woche dort trainieren und sich über bessere Bedingungen freuen würden. Die Mädchen und Jungen der gegenüberliegenden Grundschule nehmen die Halle für den Schulsport ebenfalls in Beschlag. Zum Komplex gehört eine Kegelhalle, die laut Bürgermeister weiterhin bestehen bleiben soll. Die Mitglieder waren bereits in Sorge, wo sie künftig ihren Sport ausüben sollen. Die Sanitäranlage müsste für die Keglerinnen und Kegler jedoch saniert werden. „Da hoffen wir, eine Lösung zu finden“, sagt Riedinger. Was im Zuge des Neubaus mit der alten Sporthalle passiert, steht noch in den Sternen.