Iden/Büttnershof l Die vom Tourismusverein Arendsee organisierte Ausfahrt führte 128,3 Kilometer durch reizvolle Landschaften und kleine Orte. Insgesamt 83 Teilnehmer brachen von Arendsee auf, berichtete Gebhard Wolf, Vorsitzender des Arendseer Tourismusvereins, der wieder alles vortrefflich organisiert hatte. 160 Frauen und Männer fuhren die Fahrzeuge, zu denen F8, Wartburg, Mercedes, Berliner Roller, Jawa, ES oder Ceceta zählten.

Der erste Haltepunkt sollte das Agraneum in Iden sein. Nachdem in Arendsee bereits gemurmelt wurde, hatten die Teilnehmer in Iden genau fünf Sekunden Zeit, sich einen Anlasserzahnkranz anzusehen und anschließend die Zahl der Zähne anzugeben. An einer weiteren Station musste die Schlüsselweite eines Maulschlüssels geschätzt werden. Mehr als nur nebenbei konnte auch die Ausstellung des Agraneums besichtigt werden, vom Oldtimerstammtischmitglied Jürgen Endress gab es dazu die fachlichen Erklärungen. Aus einem alten Kuhstall ist in Iden das Agraneum entstanden, in dem der Oldtimerstammtisch historische Landmaschinen ausstellt. Maschinen, die alle noch funktionieren, wie beispielsweise ein polnischer Bulldog aus dem Jahre 1922 mit 12 PS und ohne Rückwärtsgang. Da wurde einfach die Motordrehzahl weit herunter genommen. Dann schlug er um, drehte in die andere Richtung und der Bulldog fuhr rückwärts.

Weiter führte die Ausfahrt nach Büttnershof, wo für die Teilnehmer das Mittagessen vorbereitet war. Zudem galt es dort, Medizinbälle zu stoßen. Entsprechend der erreichten Weite gab es Punkte. Über Werben, entlang auf dem alten Elbdeich, ging es dann via Seehausen nach Wanzer zu Kaffee und Kuchen am historischen Backhaus. Als finale Aufgabe mussten die Teilnehmer beantworten, wie der Ort zwischen Wanzer und Bömenzien hieß, der zu DDR-Zeiten von der Landfläche verschwand. Die korrekte Antwort, Stresow, wurde dann aber schon beim Seeadler in Arendsee abgefordert, der von den Fahrern und ihren Begleitern über Deutsch und Harpe erreicht wurde. Dort gaben die Ausfahrt-Teilnehmer die Fragebögen ab und es ging weiter zum Sportplatz nach Kläden. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Kläden grillte für die Teilnehmer und Gebhard Wolf konnte die Auswertung vornehmen. Für den Fahrer, der bei den Stationen die meisten Punkte erreichte, gab es einen Pokal. Mit weiteren Trophäen durften sich das Fahrzeug mit der weitesten Anreise (aus Dresden) und die älteste Teilnehmerin schmücken. Dabei handelte es sich um Hannelore Thönert aus Salzwedel, geboren am 30. Januar 1937. Sie nahm mit einer Citroen Ente nicht zum ersten Mal an der Ausfahrt teil.

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