Arneburg l Die 2015 eingeweihte Aussichts-Plattform fällt den auf dem Elberadweg radelnden Touristen schon von weitem ins Auge: Deshalb legten auch im vorigen Jahr viele Radlerinnen und Radler auf dem Arneburger Burgberg einen Stopp ein, um die Aussicht zu genießen. Nun wissen diese auch, in welche Richtung sich die nächst größeren Orte an der Elbe befinden.

Der Arneburger Stadtrat wertet mit fünf Edelstahlplatten, die noch vor dem Zugang zur Plattform mit dem überdachten Pavillon in den Boden eingesetzt wurden, diese Attraktion auf. „Wir haben uns im Rat darauf verständigt und den entsprechenden Auftrag ausgelöst“, sagt Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) zur Investition, die im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich liegt und die im Dezember in die Tat umgesetzt wurde. Die links angeordnete Platte weist auf die Stadt Havelberg hin, auf der rechten ist Tangermünde zu lesen. Weiterhin wurde eine in den Boden gelassene Platte mit Neuermark-Lübars gekennzeichnet, jenen Ort, der sich auf der gegenüberliegenden Seite Arneburgs befindet. Neben dem Flusslauf als prägendes Element, das in der Mitte angeordnet wurde, weist ein weiterer Schriftzug auf das Datum der Einweihung der Aussichts-Plattform sowie auf zwei weitere Daten hin: Seit 2015 gehört das Bauwerk zur Elbestadt.

Am 17. April 2015 wurde die Sehenswürdigkeit, die sich in einer Höhe von 30 Metern befindet, eingeweiht, pünktlich zum Start der Bundesgartenschau. Die Buga 2015 fand damals auch in Havelberg und der Havelregion statt, wobei sicherlich einige Besucher einen Abstecher nach Arneburg unternahmen. Der Aussichtspunkt über der Elbe kostete rund 350 000 Euro. Allerdings sei das Projekt mit 217 000 Euro gefördert worden, so dass die Stadtkasse nicht ganz so stark belastet worden sei. Der Stadtchef erachtet die Edelstahlplatten als sinnvoll. Einwohner hatten sich im Vorfeld geäußert und regten eine derartige Beschilderung an der Aussichts-Plattform, die als Außenstelle des Standesamtes gilt und bei den Bund der Ehe eingehenden Paaren sehr beliebt ist, an. Im Gespräch war auch das Anbringen am Geländer. Vom Stadtrat wurde jedoch das Einbringen in den Boden favorisiert. Für das neue Jahr hofft die Kommune, dass erneut viele Radlerinnen und Radler durch die Elbestadt gelangen. Und ein Großteil wird den Burgberg „erobern“, um sich eine Pause auf der Aussichts-Plattform zu genehmigen.

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