Wittenberge l Mit der Einweihung des Autobahnabschnittes Colbitz-Tangerhütte im September, dem laufenden Bau der Etappe bis Lüderitz und der kürzlichen Planfeststellung bei Colbitz und Wolmirstedt konnten Bund und Land zuletzt einige Etappenerfolge bei der Verlängerung der A 14 durch die Altmark in Richtung Norden verbuchen. Am Freitagnachmittag hieß es wieder Gas geben. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) stieß bei Wittenberge zusammen mit seinem brandenburgischen Länderkollegen Guido Beermann und Staatssekretär Sebastian Putz in Vertretung von Thomas Webel für Sachsen-Anhalt (alle CDU) den Spaten symbolisch in den märkischen Sand, um den Neubau des Schnellstraßenabschnittes zwischen der künftigen Abfahrt Seehausen-Nord und Wittenberge einzuläuten.

Der Abschnitt ist mit knapp elf Kilometern zwar nicht der längste, mit geschätzten Kosten von rund 305 Millionen Euro aber einer der teuersten entlang der 155 Kilometer langen Trasse, die einen Schlussstrich unter die größte Autobahnlücke in Deutschland ziehen soll. Die hohe Summe ist vor allem der etwa 1100 Meter langen neuen Brücke zu verdanken, die dicht neben der jetzigen B 189 bis 2025 über die Elbe geschlagen werden soll.

Die Brücke in Form einer stilisierten Welle, betonte Andreas Scheuer, werde nicht nur in Sachen Natur- und Lärmschutz ein Meisterstück deutscher Ingenieurskunst werden, sondern auch ein Symbol für das Zusammenrücken von drei Bundesländern und die Anbindung an die Nord- sowie Ostseehäfen sowie die Mittelmeerregion sein. Die Autobahn soll wichtige Dienste bei der Angleichung der Lebensverhältnisse durch wirtschaftlichen Fortschritt leisten, wozu auch der Tourismus zähle.

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Angesichts aktueller Aktivitäten im Bundestag, den Bau von Autobahnen generell zu stoppen, bedankte er sich bei ausdauernden Projektunterstützern wie der Osterburger Initiative BASTA 14. Wozu er auch die Industrie- und Handelskammer zählt, die personell stark mit Funktionären und Unternehmern beim Festakt vertreten war.