Krüden l Es könnte zu einem Pilotprojekt werden, ein erster Versuch wurde jedenfalls sehr gut angenommen, die Organisatoren waren zufrieden. Die Wiederbelebung der Nebenstrecke von Salzwedel über Arendsee nach Geestgottberg stand auf der Tagesordnung am Sonnabend im Dorfgemeinschaftshaus in Krüden.

Unter der Regie der Deutschen Regional-Eisenbahn (DRE) soll diese insgesamt 42,7 Kilometer lange Strecke wieder befahrbar gemacht werden. DRE und DBV (Deutscher Bahnkunden-Verband) informierten darüber unter anderem, als im Oktober 2019 zur Einweihungsfeier für den sanierten Fußweg an der Aland-Eisenbahnbrücke bei Krüden eingeladen wurde.

Angesprochen wurde dabei auch der Wildwuchs, der immer wieder anfällt und für dessen Beseitigung schon mehrfach Arbeitseinsätze fällig waren. An der Brücke kam dazu der Vorschlag, doch Patenschaften für Gleisabschnitte zu vergeben, die dann ehrenamtlich gepflegt werden.

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Roger Behn vom DBV aus Lüddelsen hatte diesen Hinweis aufgenommen und mit Michael Schrader, Betriebsleiter Bahnwärterei Klötze und DBV-Regionalbeauftragter Altmark-Wendland-Börde, einen kompetenten Gesprächspartner mit nach Krüden gebracht. Einiges sei noch zu tun, bis auf der Strecke wieder Züge fahren.

Probleme

Es handele sich aber um Verkehrswege und da gebe es auch Einschränkungen. Jeweils vom 1. Oktober bis zum letzten Februartag können die Arbeiten ausgeführt werden. Ob des warmen Winters gebe es aber auch Probleme mit Stellen, die sehr stark vom Eichenprozessionsspinner befallen sind. Im Raum Krüden sei das unter anderem der Fall. Schutzanzüge seien dort zwingend notwendig. Ehrenamtliche werden die sicher nicht kaufen wollen.

Dennoch, es gab Interesse. Als Erster meldete sich der Krüdener Manfred Emme, der schon bei der Brückenaktion so aktiv mitgewirkt hatte. Mit seinem Bruder möchte er einen Abschnitt übernehmen. Eduardo Figueiredo von „Elements“ aus Vielbaum möchte die beiden unterstützen.

Es gab am Sonnabend aber auch noch weitere Interessenten. Die Gesamtlänge der auf dem Koordinierungstreffen in Krüden zugesagten Streckenpatenschaften betrug am Ende 12,5 Kilometer. Darüber hinaus, so Roger Behn, habe eine Familie aus Mechau sowie eine Person aus Riebau, die an diesem Treffen nicht anwesend waren, ihre Bereitschaft erklärt, ebenfalls einen Teil zu übernehmen.

Fast ein Drittel der gesamten Strecke konnte so schon beim ersten Treffen vergeben werden. „Ich bin sehr zufrieden“, so Behn am Ende.