Land Sachsen-Anhalt baut neue Brücke zur Landesanstalt Iden / Bauwerk kostet 300000 Euro

Bauwerk soll im November fertig werden

Von Andreas Puls

Seit August laufen die Bauarbeiten an der neuen Brücke zur Landesanstalt Iden. Das Land Sachsen-Anhalt investiert dafür fast 300000 Euro. Die Fertigstellung ist für November geplant.

Iden l Seit Anfang August wird an der neuen Brücke über den Seegraben zur Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) Iden gewerkelt. Der Baufortschritt kann sich sehen lassen. Bauherr dieser Maßnahme ist das Land Sachsen-Anhalt, vertreten durch das Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA), Außenstelle Stendal. Der Ersatzneubau wurde dringend erforderlich.

Massive Schäden an der alten Brücke

"Im Zuge der turnusmäßigen Bauwerksprüfungen wurden massive Schäden an der Brücke festgestellt, die sich negativ auf die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit auswirkten. Ihre Tragfähigkeit war nicht mehr genau nachzuweisen und eine Instandsetzung nicht mehr möglich. Als Folge wäre eine Sperrung der Hauptzufahrt zur LLFG in absehbarer Zeit zu erwarten gewesen", erläutert Rotraud Schulze, Pressesprecherin des Finanzministeriums Sachsen-Anhalt.

Die LLFG sei die zentrale Ausbildungs- und Tagungsstätte für die Landwirtschaft im Norden Sachsen-Anhalts. Die Brücke diene als Hauptzugang zu der Landesanstalt und erfülle damit eine sehr wichtige Funktion. Über die Gewässerüberspannung, so Schulze weiter, bewege sich der gesamte Besucherverkehr, der bei größeren Tagungen nicht unerheblich ist. Zudem werde das Bauwerk als Zufahrt für die landwirtschaftlichen Maschinen, Geräte und den Transport der landwirtschaftlichen Produkte gebraucht. Schulze: "Ein wesentlicher Grund für diese Baumaßnahme war auch die Sicherstellung einer direkten und schnellen Zufahrt zum Gelände für die Feuerwehr und den Rettungsdienst."

Bauwerk erhält auch einen Gehweg

Nach Auskunft des Finanzministeriums investiert das Land insgesamt 291000 Euro in diese Infrastrukturmaßnahme. Die neue Brücke wird - nach aktueller EU-Vorschrift - "voll tragfähig" gebaut, was etwa der Befahrbarkeit von einem 60-Tonnen-Fahrzeug entspricht. Die Spannweite beträgt 7,14 Meter und die Breite der Fahrbahn 6,50 Meter. Damit wird Begegnungsverkehr möglich. Das Bauwerk erhält außerdem einen einseitigen Gehweg in der Trasse des auf dem Gelände vorhandenen Bürgersteigs. "Das heißt, dass die Fußgänger künftig nicht mehr auf der Straße laufen müssen", ergänzt Schulze.

Die bauausführende Firma Matthäi liege im Zeitplan. Die Gründung und die Widerlager der neuen Brücke wurden bereits hergestellt. Mitte Oktober soll die Fahrbahnplatte betoniert werden. Die Fertigstellung ist für den 20. November geplant.

Im Zusammenhang mit dem Brückenneubau wird ebenfalls die historische, unter Denkmalschutz stehende Toranlage der einstigen Idener Gutsanlage erneuert. So erhält die heutige Landesanstalt wieder ein repräsentatives Eingangstor.