Osterburg l Badpächterin Anett Lenzner konnte sich über eine große Besucherresonanz freuen. Kleine und große Biesestädter sowie viele Auswärtige hatten Spaß an der Sache und trugen so auf ihre Weise zum Gelingen des Festes bei. Die Veranstalterin hatte sich für das Fest und das Programm Helfer ins Boot geholt. So den Sportverein „Eintracht“, das IB-Jugendfreizeitzentrum, die Osterburger Carnevals-Gesellschaft (OCG), die Sängerin Sarah aus Wittenberge und andere.

Bereits am Vormittag begann mit dem Einspielen ein von „Eintracht“ organisiertes Beach-Tennis-Turnier, bei dem jeder gegen jeden spielte. Allerdings hätte man sich mehr Teilnehmer als drei Doppel gewünscht, so dass der Wettbewerb schon relativ frühzeitig zu Ende war. Den ersten Platz erspielten sich Gordon Maurer/Robert Lemke, gefolgt von Uwe Ganser/Michael Küssner und Lena Schneider/Marko Krost. Damit waren auch die Pokale vergeben.

Dem Kaffee- und Kuchenangebot wurde reichlich zugesprochen, ebenso den Bratwürsten und diversen Getränken. Kleine Kinder hatten ihre Freude am Herummoddern, am Bemalen von Keramik-Rohlingen und nutzten eifrig die Spielgeräte des Bades. Die Erwachsenen hatten es sich auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten gemütlich gemacht und fanden Bekannte zum Plausch.

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Um 15 Uhr kündigten DJ Markus und Guido, die sich die Moderation teilten, den ersten Hingucker an: das so genannte Badewannen-Rennen, bei dem es nicht auf Schnelligkeit ankam, sondern auf das am einfallsreichsten hergerichtete Wasserfahrzeug, die Kostümierung der Besatzung und die dazu passende Musik.

Sechs Teams gemeldet

Sechs Teams waren gemeldet; es wurde einzeln gestartet. Die Entscheidung über die Platzierung trafen die Besucher. Markus hatte Zettel verteilt, auf denen man sein Urteil abgeben konnte. Für das Team Biesebad gingen die „Wickinger“ an den Start, es gab ein Team „M. S. Schneider“ in einer Art Wasserbett, der Knabenchor der OCG hatte ein Boot aus Bierkästen gebaut, das schnell in Schieflage geriet, aber von der Besatzung über Wasser gehalten wurde. Sehenswert und schwimmtauglich war auch die Kreation der „Breeser Miezen“ aus der benachbarten Prignitz. Der Paddel-Einer mit der Zweier-Besatzung vom IB Seehausen kenterte zweimal und schied freiwillig aus dem Rennen. Die Crew „Bassbombass“, schließlich, die OCG-trächtige, äußerst taktvolle Lärmmanufaktur, löste sich als letztes vom Ufer. Zurückzulegen war eine etwa 100-Meter-Distanz flussaufwärts.

Das Publikum, das die Reling am Ufer zur besseren Sicht auf das Spektakel besetzt hatte, entschied: 1. Platz für die OCG-Sängerknaben, 2. „Bassbombass“ und 3. „Wickinger“. Als Preise gab es Sekt.

Das traditionelle Fass-Tauchen ließ nicht lange auf sich warten. Erst am Schluss tat Markus kund, dass drei Fünf-Liter-Fässchen Bier versenkt waren. Das erste fand Steffen Handzelek auf Anhieb. Er habe etwas auf dem Biesegrund glänzen sehen. So war sein erster Tauchversuch erfolgreich. Die anderen beiden Fässer wurden dann auch bald gefunden.

Besucherstimmen waren des Lobes voll über das Biesefest, das ab 20 Uhr mit einer After-Show-Party bis weit in die Nacht zu Ende ging. Helga Handzelek, Steffens Oma, fand, „es ist ein sehr schönes Fest gewesen und bleibt hoffentlich keine Eintagsfliege. Früher waren die Biesefeste auch sehr schön.“ Dieser Meinung war auch die Osterburgerin Ute Patan: „Es ist mal etwas anderes, aber nicht verkehrt.“ Eine junge Wittenberger Familie, durch Mundpropaganda auf das Biesefest aufmerksam geworden, sei aus Neugier gekommen, und der Papa meinte dann: „So etwas könnte man bei uns am Friedensteich auch mal machen.“