Osterburg l Das dreitägige Partywochenende steht für den 8. bs 10. Mai im Osterburger Veranstaltungskalender. Und das dürfte zumindest vorerst auch so bleiben. Wegen des Corona-Virus seien mit Blick auf das Stadt- und Spargelfest noch keine Festlegungen getroffen worden, machte Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler) auf Nachfrage deutlich. „Und wir werden da auch nichts übers Knie brechen“, fügte er hinzu. Dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag die Empfehlung ausgesprochen hat, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abzusagen, hat der Osterburger Bürgermeister registriert. „Für mich aber stellen die Hinweise übergeordneter Behörden wie dem Gesundheitsamt des Landkreises die ausschlaggebende Prämisse dar“, betonte er. Schulz gab zudem zu bedenken, dass die Stadtparty keinesfalls unmittelbar vor der Tür stehe. Es sei also noch ausreichend Zeit, „um in Ruhe die weitere Entwicklung abzuwarten.“

Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (CDU-Fraktion) stieß gegenüber der Volksstimme ins gleiche Horn. „Ich würde auf keinen Fall so weit gehen wollen, jetzt schon über das Stadt- und Spargelfest nachzudenken“, machte er auf Nachfrage deutlich. Die Veranstaltung sei zwar schnell abgeblasen. „Aber ist sie erstmal zu Grabe getragen, kann es richtig dauern, sie wieder zum Leben zu erwecken“, äußerte Gose. Schausteller und Händler könnten sich beispielsweise nach anderen Veranstaltungen umschauen und Osterburg so verloren gehen, nannte der Ortsbürgermeister eine mögliche Folge. Ähnlich wie Nico Schulz riet daher auch Klaus-Peter Gose zu Gelassenheit, ohne die Risiken und potenziellen Gefahren des Corona-Virus kleinreden zu wollen: „Denn bis zum Termin für das Stadt- und Spargelfest ist ja auch noch ein bisschen Zeit.“