Sommerschule endet mit Talentshow / Verabschiedung bis zum nächsten Jahr

Dank an Wuster, die ihre Häuser geöffnet haben

Von Anke Schleusner-Reinfeldt und Klaus-Joachim Lasch

Wust. Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr! So verabschiedete sich Reiner Möckelmann von den Schülern und Dozenten - die 21. Wuster Sommerschule ist geschlossen.

Mit ihrem Engagement rund um die Uhr, ihrem Ideenreichtum bei der Gestaltung des Unterrichts und ihrer Freude am Zusammensein mit den Schülern haben die Studenten aus Nordamerika und England die Sommerschule wieder zu einem einmaligen Erlebnis für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem ganzen Land gemacht.

Auch den Dozenten hat es gefallen

Und auch den Dozenten hat es gefallen: "Danke, dass wir hier sein durften", rief Jane Sokolowsky am Freitag zur Talentshow ins Publikum. Sie war zusammen mit Diana Roberts für die Dozenten und damit für den Unterricht verantwortlich.

Für Reiner Möckelmann war es Freude und Genugtuung, "dass wieder so exzellente Studenten nach Wust gekommen sind". Es waren aber noch weitere Personen, denen der Sommerschulleiter dankte: dem Landrat, der sich organisatorisch sehr engagiert hat. Ihm sei zu verdanken, dass es Kopierer, Kleinbus und vor allem eine schnelle Internet-Verbindung gab. Auch den Damen im Büro - Sabine Schönfeld, Waltraut Hinderlich und Nadine Aydin - sagte er Dank, ebenso Hartwin Ebel und Ernst-Adolf Heise. Bestens habe alles auf dem Zeltplatz geklappt, erfahrene Betreuer haben vier Wochen lang "betreut, beraten, getröstet und geschlichtet".

Dass niemand verhungern musste, dafür haben die Schulküche, der "Schwarze Adler" und auch Dozenten am Grill gesorgt. Abschließend dankte Reiner Möckelmann den Wustern, "die wieder ihre Häuser geöffnet haben".

Zum Ende der 21. Sommerschule bleiben auch Erinnerungen an die musikalischen Höhepunkte. Es waren das Abschlusskonzert des Kammermusikkurses unter Leitung des Cellisten Philipp Weihrauch und das Klavierkonzert des erst 18-jährigen Pianisten und Abiturienten Sebastian Berekdar unter Leitung von Jule Rosner, die seit Jahren den Klavierkurs betreut.

Es ist einfach wunderbar zu beobachten, dass es immer wieder Nachwuchs auf dem künstlerischen Gebiet gibt. Im Kammerorchester zeichnete sich besonders Maria Gvozdetskaya als Konzertmeisterin aus, der Bassist Frithjof Eydam als Komponist, Arrangeur und Solist mit sehr modernen Klängen.

Kulturelles Zentrum im Elbe-Havel-Land

Wie viele Stunden, Tage, Wochen, Jahre braucht es bis zur künstlerischen Meisterschaft, wie sie Sebastian bewies? Sein hervorragendes Spiel faszinierte die Zuhörer. Mit Schwierigkeiten überladen, mit Leichtigkeit und bewundernswerter Sicherheit trug er Beethovens Abschiedssonate, die völlig unterschiedlichen Teile des "Karnevals" von Robert Schumann und zum Schluss die weltbekannte Revolutionsetüde von Chopin vor.

Einfach hervorragend. Wust hat unter der souveränen Leitung von Reiner Möckelmann erneut bewiesen, dass der Ort im Sommer kulturelles Zentrum des Elb-Havel-Land ist.