Gladigau l „Es lag schon etwas länger bei uns auf Eis“, sagte Regisseur Norbert Lazay bei der Pressekonferenz über das seit Anfang September eingeprobte Stück. In den Vorjahren wurde indes nicht die erforderliche Besetzung gefunden, für die vier Herren und drei Damen nötig sind. Für die insgesamt 17. Spielzeit, bei der wieder 18 Vorstellungen auf die Bühne des „Dörpschen Kruges“ gebracht werden, klappte es. „Wir sind auf einem guten Weg“, resümierte Lazay bei seiner zehnten Regie-Arbeit den positiven Zwischenstand.

„Dat Stadtfrollein“ heißt es zum ersten Mal am 9. März. Die Vorfreude auf die Premiere und die anschließenden Vorstellungen ist groß, gleichwohl noch viel Arbeit vor den Darstellern und dem Team im Hintergrund liegt. Für noch einzustudierende Tänze für das plattdeutsche Lustspiel wurde extra eine Tanzschule engagiert. Das verdeutlicht, mit welcher Professionalität die Gladigauer zu Werke gehen. Das Stück, das aus der Feder von Jürgen Borcherdt (1870 - 1956) stammt, bringt die Zuschauer in das 19. Jahrhundert. Es spielt im ländlich-bäuerlichen Milieu, wie der Regisseur verriet. „Das hat natürlich Auswirkungen auf das Bühnenbild und die Kostümierung.“ Der Ortsvorsteher, den Torsten Dahms verkörpert, begegnet dem Publikum in der gesamten Spielzeit in Holzpantinen. Dieser möchte seinen Sohn (Danny Schulz) mit einer Bauerstochter verheiraten. Er verliebt sich jedoch in ein Fräulein aus der Stadt (Undine Reisener). Für seinen Vater sind jedoch Frauen aus der Stadt für die Arbeit auf dem Lande nicht tauglich. Aber das Fräulein Hanne wird ihre Tüchtigkeit unter Beweis stellen... In die weiteren Rollen schlüpfen Beate Henning, Hans-Ulrich Pöpel, André Grothe und Christine Neumann.

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Stück dem Publikum gefallen wird“, so Lazay, der noch erwähnte, dass die Premiere die insgesamt 250. Vorstellung des Dorftheaters darstellt und dieses Jubiläum auch am 9. März thematisiert wird. Der Vorverkauf für alle Termine geht am 2. Februar ab 8 Uhr in der Gaststätte Roloff über die Bühne. Ab 7 Uhr öffnet sich der „Krug“. Dass alle Tickets an diesem Vormittag vergriffen sein werden, lehrte die Vergangenheit, als schon um Mitternacht Käufer ausharrten. „Im Großen und Ganzen haben die Karten immer gereicht“, betont Intendant Horst Bannehr. Und Marita Roloff, die den Ticketverkauf organisiert, ergänzte: „Jemand sagte mal, dass der Kartenvorverkauf bereits die erste Vorstellung ist.“