Osterburg l Die Entscheidung fiel deutlich aus. Bei nur einer Gegenstimme und drei Enthaltungen votierte der Stadtrat für die Einrichtung des Sondergebietes. Vor der Abstimmung erinnerte Bürgermeister Nico Schulz daran, dass in der Vergangenheit immer wieder gefordert worden sei, einen Markt im Norden anzusiedeln. „Das war aber leider nie möglich, weil Anbieter das betreffende Stadtgebiet als zu klein einschätzten“, so Schulz. Erst jetzt, in Verbindung mit dem gerade im Entstehen begriffenen Flächennutzungsplan, habe sich die Tür zu einem Sondergebiet an Krumker Straße und B 189 aufgemacht. „Und diese Fläche ist die einzige Chance für den Norden. Wir verfügen weder auf dem Weinberg noch irgendwo sonst im Norden über ein entsprechend großes Grundstück, auf dem sich ein Markt ansiedeln könnte. Auch das frühere Kino-Areal ist zu klein“, betonte Schulz.

An Krumker Straße und B 189 könne dagegen ein Sondergebiet entstehen, dass ausreichend Platz für einen Markt mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern sowie einem Bäcker und einen Metzger mit insgesamt noch einmal 150 bis 200 Quadratmetern bietet. Diese Anforderungen stellt die Norma-Lebensmittelhandels-Stiftung an ihren zukünftigen Osterburger Standort. Anfangs fasste das Unternehmen für die angestrebte Modernisierung seines Osterburger Marktes eine Erweiterung der Fläche am bisherigen Standort an der Ballerstedter Straße ins Auge. Dies sei aber nicht genehmigt worden. Schließlich konnte Norma von einer Ansiedlung im Norden überzeugt werden, für die die Stadt jetzt die Voraussetzung schafft. Dafür lässt die Kommune auch 25 000 Euro springen, die Einheitsgemeinde bezahlt die planerische Vorarbeit aus der eigenen Tasche. Das wurde von Stadträten wie Mathias Fritze (FDP), Horst Guse (Die Linke) und Thorsten Schulz (SPD) am Donnerstagabend zwar kritisch hinterfragt, Bürgermeister Nico Schulz aber stufte die finanzielle Dreingabe als „Wirtschaftsförderung“ ein. Weil Norma einem Wunsch der Stadt nachkomme und in den Norden ziehe, entstünden dem Unternehmen ohnehin schon mehr Kosten als bei einem Verbleib an der Ballerstedter Straße, sagte Nico Schulz im Stadtrat.