Seehausen l Aktueller und bestimmender denn je ist derzeit das Thema Wald. Dominierend sind dabei natürlich die vorherrschenden Waldbrände in Sibirien und Südamerika. Da hatte die Verlegung des traditionellen und bereits zum neunten Mal ausgerichteten Waldfests von Barsberge ins Seehäuser Stadtzentrum aufgrund enormer Waldbrandgefahr schon fast einen symbolhaften Charakter. Dennoch tat dies dem Erfolg der Veranstaltung keinen Abbruch. „Wenn wir nicht in den Wald kommen, kommt der Wald eben zu uns“, hieß es bei der Eröffnung am Sonntag auf dem Areal des Umfluters im Tenor von Stadtinfo-Leiterin Ingrid Jabke, Bürgermeister Detlef Neumann und Katja Döge als Leiterin des Betreuungsforstsamts Nordöstliche Altmark. Bevor das bunte Treiben seinen Lauf nahm, hatten aber erst die Eichenbläser aus Geestgottberg ihren Auftritt, gefolgt von einem kleinen Programm der Seehäuser Kita-Kinder. Die Deutsche Baumkönigin Caroline Hensel schaute ebenfalls vorbei und die Jagdhundeführer der Jägerschaft Osterburg zeigten, was ihre Tiere im Jagdbetrieb leisten müssen.

Für den Nachmittag war mit den Osterburger Blasmusikanten, Clown Celly oder der Mildetaler Parforce-Gruppe Unterhaltung angekündigt. Auf dem Festgelände selbst gab es vor allem für die Kinder viel zu entdecken. Holzarbeiten, Schminken, Basteln, Wissensquiz‘, Hüpfburg, Ponyreiten oder Geschichten von der Märchenoma. Technikfreunde schauten sich Kettensägenarbeiten an, etwa das mobile Sägewerk oder sie begutachteten die modernen Forstgeräte wie den Harvester oder den Holz­rückezug. „Das ist schon toll hier, aber auf Barsberge hätten wir noch mehr anbieten können,“ bedauerte der Vorsitzende des örtlichen Imkervereins, Dieter Smyrek. „Doch lieber so, als würde das Fest ausfallen.“

Und die Besucher erschienen ja trotzdem zahlreich. Nicht zuletzt war bei einer Tombola, ermöglicht durch die Stadt und Sponsoren, als Hauptpreis ein Fahrrad zu gewinnen. Es ging an ein Mädchen – aus Seehausen.

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