Spargeldenkmal

Finanzielle Unterstützung wächst: 2024 soll ein Spargeldenkmal in Osterburg stehen

Die Ziellinie ist abgesteckt: In Osterburg soll bis 2024 ein Denkmal entstehen, das an den Osterburger „Spargelvater“ August Huchel (1889-1963) erinnert. Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (Freie Stadträte) sieht das Unterfangen auf einen guten Weg.

Von Nico Maß 10.08.2021, 12:00
Im baden-württembergischen Schwetzingen gibt es bereits ein Denkmal, wie es  die Osterburger planen. Es trägt den Namen ?Spargelfrau? und steht vor dem Haupteingang des Schlosses.
Im baden-württembergischen Schwetzingen gibt es bereits ein Denkmal, wie es die Osterburger planen. Es trägt den Namen ?Spargelfrau? und steht vor dem Haupteingang des Schlosses. Foto: Uwe Anspach/dpa

Osterburg - Stadt- und Ortschaftsrat Thorsten Schulz (Wählergemeinschaft Land) hatte die Idee und Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose (Freie Stadträte) griff sie auf. Die beiden Osterburger treiben mit Rückenwind des Ortschaftsrates Planspiele für ein Spargeldenkmal in der Biesestadt voran. Das soll Osterburgs Tradition rund um den Anbau des Edelgemüses würdigen und an August Huchel erinnern, der als Begründer der wissenschaftlichen Spargelzucht gilt. Huchel hat am 12. August 1929 und damit fast auf den Tag genau vor 92 Jahren in Osterburg die „Deutsche Spargelhochzuchtgesellschaft“ aus der Taufe gehoben.

Verschiedene Varianten waren bereits im Gespräch

Wie das für den August-Hilliges-Platz am nördlichen Ende der Breiten Straße angedachte Denkmal ausschauen könnte, ist Stand heute noch völlig offen. Verschiedene Ideen wurden in den zurückliegenden Jahren bereits andiskutiert und verworfen. So scheiterte die ursprüngliche Überlegung, eine bronzene „Spargelschale mit mehr als sieben Spargelstangen nebst Spargelheber“ zu schaffen, weil die Ortspolitiker die Hoffnung auf einen 7500 Euro hohen Betrag aus dem Förderprogramm der Städtebausanierung begraben mussten. Auch eine im Herbst 2019 von der Künstlerin Marlen Liebau aus Querstedt im Ortsrat vorgestellte Idee wurde nicht ernsthaft aufgegriffen und weiter verfolgt. Liebau hatte vorgeschlagen, auf dem Hilliges-Platz eine abstrakte, aufrecht stehende Darstellung von mehreren „Spargelstangen“ von 2,50 Meter bis 3,50 Meter zu aufzubauen, die mittels aufgesetzter „Solarkugeln“ an ihrer Spitze nachts leuchten würden.

Die Osterburger Ortspolitiker verständigten sich schließlich darauf, junge, kreative Köpfe für die Schaffung eines Osterburger Spargeldenkmals zu gewinnen und deshalb das Markgraf-Albrecht-Gymnasium in das Projekt einzubeziehen. „An dieser Absicht halten wir auch fest“, bekräftigte Klaus-Peter Gose gegenüber der Volksstimme.

16500 Euro stehen schon zur Verfügung

Während der Osterburger Ortsbürgermeister in diesem Zusammenhang nach den Sommerferien weitere Gespräche mit dem Gymnasium ankündigte, sind seine Bemühungen um die Finanzierung des geschätzt 25 000 Euro teuren Projekts in der Zwischenzeit deutlich vorangeschritten. Dank mehrerer Privatleute, die für das Denkmal ihre Geldbörsen öffneten, würden mittlerweile rund 16500 Euro für das Denkmal zur Verfügung stehen. Unter anderem habe auch August Huchels Tochter 1000 Euro überwiesen, um die Bestrebungen für ein Spargeldenkmal zu unterstützen. Bei der Kontaktaufnahme zu Sponsoren hat Gose gleich an mehreren Adressen die Erfahrung gemacht, „offene Türen eingerannt zu haben.“ Ganz bestimmt auch deshalb, weil das anvisierte Denkmal ein Osterburger Alleinstellungsmerkmal ins Blickfeld rücken wird. Denn dank Huchel habe in der Biesestadt die wissenschaftliche Spargelzucht ihren Anfang genommen. „Damit kann sich keine andere Stadt rühmen, das haben nur wir“, sagte Gose.

Im zweiten Quartal 2024 soll das Spargeldenkmal auf dem Hilliges-Platz stehen. Für die Einweihung habe er schon konkrete Vorstellungen, lässt Gose schmunzelnd durchblicken. „Das wird standesgemäß. Mit einer Spargeltafel, an der alle Platz nehmen, die sich in das Projekt eingebracht haben“, kündigt er an.

 Klaus-Peter Gose (links), die damalige Osterburger Spargelkönigin Katarina Rodenbeck und Thorsten Schulz im August 2019 vor Huchels einstigem Wohnhaus. Schulz hatte die Idee für ein Spargel-Denkmal, die von Gose von Anfang an unterstützt wurde.
Klaus-Peter Gose (links), die damalige Osterburger Spargelkönigin Katarina Rodenbeck und Thorsten Schulz im August 2019 vor Huchels einstigem Wohnhaus. Schulz hatte die Idee für ein Spargel-Denkmal, die von Gose von Anfang an unterstützt wurde.
Foto: Nico Maß