Krumke l Charlotte Ende zeigte am Donnerstagabend im Kavaliershaus historische Fotos aus dem Ort. Die Veranstaltung, initiiert vom Dorfverein und Ideengeberin Annegret Spillner, zog nicht nur viele Krumker in das Kavaliershaus. Es kamen auch geschichtsinteressierte Bürger von außerhalb in das Jubi­läumsdorf, um spannende Einblicke in das frühere Ortsgeschehen zu erlangen. Um die 140 Bilder aus den 50er Jahren bis hin zu den 90ern wurden per Beamer präsentiert. „Sie stammen zum Großteil von meinem Vater Wolfgang Parisius“, berichtete Charlotte Ende. So wusste die Referentin praktisch auch zu jedem Bild eine passende Anekdote zu erzählen. Allen voran bei den älteren Krumkern war ein regelmäßiges Staunen zu hören, man erinnerte sich gern an längst vergangene Tage. Dazu zählten allerdings auch schwierige Bedingungen, wie das Wasser aus dem Brunnen zu holen oder im Winter die Kohlen für eine warme Stube mit dem Schlitten heranzuschaffen. Familiäre Impressionen von Charlotte Ende prägten den Vortrag, zu sehen war aber auch die Entwicklung der Dorfstraße, das Schloss samt Park oder verschiedene Gebäude und Geschäfte, die sich verändert haben oder so in ihrer Form heute nicht mehr existieren. Beispiele dafür sind die einstige Parkgaststätte, das alte Backhaus oder die Allee, die in früheren Jahren von zahlreichen Linden geprägt war. Auch die einstige Kiesgrube in der Nähe vom „Klapperberg“ oder die Bohrung nach Erdgas schien schon fast vergessen. Dafür wurden auf fast allen Bildern längst verstorbene Krumker sofort erkannt und beim Namen genannt.

Eindrucksvoll wurde die Dorfentwicklung von damals bis heute bildtechnisch gegenübergestellt. Nicht minder interessant waren auch die Impressionen der Biesebrücke des Zedauer Weges, von ihrer Zerstörung durch das Gewicht der darüber fahrenden russischen Panzer bis hin zum kompletten Neubau, welcher durch Frank Ende fotografisch festgehalten wurde. Den krönenden Abschluss des Vortrages bildeten Fotografien von der Restauration der Kirchenhaube und des Patronatsstuhls.

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