Osterburg l Harald Landgraf hat schon immer einen grünen Daumen. Der zur Osterburger Anlage „Aufbau“ gehörende Garten ist sein Refugium. Ein Ort, an dem er sich wohl fühlt. An den vergangenen Tagen genoss er natürlich wie viele andere Hobbygärtner die Sonnenstrahlen. Seit 1989 besitzt Landgraf diese Parzelle im Tulpenweg, pflegt ein freundschaftliches Verhältnis zu den Nachbarn und zu den anderen Gartenbesitzern. „Davor besaß ich einen Garten im Burgwall“, blickt er zurück.

Er brauche diesen Ausgleich. Schließlich kann ein wenig Bewegung nicht schaden. Der Rückzugsort der Landgrafs macht einen sehr gepflegten Eindruck. Nicht nur die Pflanzen sollen prächtig gedeihen, auch das Umfeld liegt Harald und seiner Frau Birgit sehr am Herzen. Mit Liebe zum Detail punktet der Bereich, der auch eine kleine selbst angefertigte Brücke und einen mit Kois besetzten Teich enthält. Daneben fällt dem Betrachter die akkurat geschnittene Ligusterhecke auf, die zwei größere Figuren zeigen. „Das hat zehn Jahre lang gedauert“, sagt er. Inspiriert wurde Harald Landgraf im Urlaub vor 19 Jahren. Im mexikanischen Touristenort Cancun war er von einer Straße und deren Hecken sehr angetan. Diese zeigte allerhand Tiere und andere Formen. „Das war Wahnsinn. Und ich sagte mir. Das möchte ich auch haben.“ Die Ligusterhecke ist mit einem Eisengestell ausgestattet, das nach der gewünschten Form gebogen ist. Der mexikanische Kaktus auf der einen und die Schnecke auf der anderen Seite gehören zum kleinen Paradies der Landgrafs, an einer anderen Hecke ist noch ein Hase „herangewachsen“. Diese Figuren kamen ihm einfach in den Sinn. Das Trio braucht natürlich auch die nötige Pflege. „Alle zwei Wochen werden sie frisiert.“ Allerdings wird er die nächsten Wochen ob der zu erwartenden kälteren Tage wohl nicht mehr so viel Hand anlegen müssen.

Rückblickend war der trockene Sommer auch recht erfolgreich. Natürlich wurde reichlich gewässert. Viele Tomaten, Paprika und Erdbeeren konnten Birgit und Harald Landgraf ernten. Und auf der drei mal drei Meter großen Rübenfläche wuchsen „bestimmt zwei Zentner heran“. Die Runkelrüben sind Futter für die Kaninchen.

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Auch wenn das Gartenjahr sich so langsam dem Ende neigt, werden die beiden auch im Winter dort sein. „Ich bin täglich hier“, sagt der Osterburger, der stets nach dem Rechten schaut. „Was zu fuddeln findet man ja immer.“