Feuer

Großbrand auf Stoppelacker: Sechs Wehren kämpfen bei Häsewig gegen die Flammen

Sechs Feuerwehren haben am Freitag gegen einen Großbrand im Dreieck Häsewig, Klein Schwechten, Petersmark gekämpft. Betroffen waren zehn Hektar Stoppelacker mit Getreide-Schwad sowie 0,2 Hektar Wald.

Von Karina Hoppe 30.07.2021, 16:25
Im Einsatz waren die Feuerwehren Osterburg, Goldbeck, Klein Schwechten, Rochau, Werben und Bertkow.
Im Einsatz waren die Feuerwehren Osterburg, Goldbeck, Klein Schwechten, Rochau, Werben und Bertkow. Foto: Feuerwehr

Häsewig - Die Rauchsäule war bis nach Stendal zu sehen, von Osterburg aus sowieso. In Goldbeck lag der beißende Brandgeruch in der Luft. Es war Westwind am Freitag um die Mittagszeit, und zwar ziemlich heftiger. So rückten gleich sechs Feuerwehren an, als der Alarm ertönte. Im Dreieck Häsewig, Klein Schwechten Petersmark war vermutlich im Rahmen der Mäharbeiten ein Stoppelacker mit auf Schwad liegendem Getreide in Brand geraten. Auch ein Waldstück war betroffen.

Landwirte schaffen Wasser herbei

„Durch den Wind war die Gefahr der Ausbreitung sehr hoch“, sagt der Osterburger Stadtwehrleiter Sven Engel. Die Feuerwehrleute schafften Löschwasser mit Tanklöschfahrzeugen heran. Auch die Landwirte halfen, wo sie konnten. Sie fuhren Wasser heran und zogen Schneisen in den Acker. „Das hat sehr geholfen“, sagt Engel.

Ob sie das Feuer wohl halten können? So äußerte sich angesichts des starken Windes ein Mitarbeiter der Leitstelle Stendal gegenüber Volksstimme. „Die Situation war am Anfang kritisch, wir waren ja nicht gleich in voller Besetzung vor Ort“, so Engel. Aber sie schafften es. Zehn Hektar Fläche sind nun schwarz, außerdem 0,2 Hektar Wald, aber die Feuerwehr konnte verhindern, dass sich das Feuer womöglich noch auf nicht abgeerntete Getreidefelder ausbreitet und weiter in Richtung der Dörfer zieht. Die Gefahr lag zumindest in der Luft, ein Mann schaute vom Sportplatz Klein Schwechten aus auf die große Rauchwolke. Im Nacken die Angst, dass er zu Hause gleich seine sieben Sachen zusammenpacken muss. „Aber die Dörfer waren nicht gefährdet“, sagt Engel.

Frau staunt über Einsatzkoordination

An Zufahrtswegen, die nicht gesperrt waren, beobachteten, fotografierten und filmten Bürger das Geschehen. Eine Frau zeigte sich davon beeindruckt, „wie alle sofort wissen, was sie zu tun haben, wie das ineinandergreift“.

Laut Aussage von Sven Engel ließ das Forstamt den Wald noch umpflügen, die Feuerwehr Klein Schwechten hielt Brandwache. Das Polizeirevier Stendal bestätigt auf Nachfrage der Volksstimme, dass der Brand im Rahmen der Mäharbeiten entstand, durch eine technische Ursache.

Zehn Hektar Stoppelacker und 0,2 Hektar Wald  sind nun schwarz.
Zehn Hektar Stoppelacker und 0,2 Hektar Wald sind nun schwarz.
Foto: Sven Engel