Seehausen l Vor über zwei Jahren machte sich der Verbandsgemeinderat Seehausen das erste Mal Gedanken über die Verwendung von Zuschüssen von Bund und Land zur Verbesserung der Schulinfrastruktur. Da war das Förderprogramm für besonders finanzschwache Kommunen vom Städte- und Gemeindebund zwar angekündigt, aber noch nicht beschlossene Sache. Als sicher galt damals indes schon, dass Seehausen etwa 235 000 Euro abbekommen würde, weshalb der zehnprozentige Eigenanteil fester Bestandteil des Etats wurde. Inzwischen ist das Geld fest verplant und zu einem Großteil in den Grundschul- standort Seehausen schon investiert worden.

Komplizierter als gedacht

Ganz oben auf der Vorhabenliste stand eine Schallschutzdecke für die Einfeld-Turnhalle der Bildungsstätte, die auch von den Breitensportlern genutzt wird. Die Decke ist samt neuer LED-Beleuchtung eingebaut und erfüllt offenbar ihren Zweck. Das hat Schulleiter Reinhard Rieger schon mal getestet und hofft, dass es bei dem gedämpften Geräuschpegel auch bliebt, wenn die Spanplatten entfernt sind, die noch das Parkett vor Beschädigungen durch die schweren Hebebühnen schützen und in den kommenden Tagen auch den Malern gute Dienst leisten.

Bauamtsleiter Guido Mertens berichtete den Mitgliedern des Sozialausschusses im Verbandsgemeinderat kürzlich, dass der Deckeneinbau wegen einer eigenen Trägerkonstruktion zwar etwas komplizierter, aber nicht teurer als geplant wurde. Und so soll das Fördergeld, bei dessen Verwendung die Schulträger relativ freie Hand haben, auch dafür reichen, den Sand an den Spielgeräten auszutauschen, die hinter der Halle zwischen Schule und Hort aufgestellt sind. Da kommen immerhin einige hundert Quadratmeter zusammen.

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Neuer Fallschutz

Der Sand beziehungsweise Kies dient weniger zum Spielen, sondern als Fallschutz für die Mädchen und Jungen auf den Geräten. Er hat in den Jahren ganz zwangsläufig Verdichtung sowie Verunreinigung erfahren und wird an einigen Stellen vom Gras der benachbarten Grünflächen erobert.

Für die Halle würde sich der Schulleiter wünschen, die Heizkörper so hoch zu montieren, dass sie aus dem Wirkungskreis der Hallennutzer verschwinden und nicht durch die Sprossenwände geschützt werden müssen. Mit einer glatten Wand wäre der Nutzwert der Halle größer. Für die Sprossenwände gäbe es mobile Alternativen, die bei Bedarf heruntergelassen werden können. Ob diese Wünsche erfüllt werden, ist noch offen. Dafür bekräftigte Märtens, dass der Nebeneingang, den vor allem die Breitensportler nutzen, demnächst noch erneuert und sicherer gestaltet werden soll.

Geld auch für Groß Garz

Das Geld, das dann übrig ist, soll dem Grundschulstandort Groß Garz zugutekommen. An erster Stelle steht dort auch die Turnhalle, in deren Untergrund vor drei Jahren plötzlich Wasser eindrang (wir berichteten). Die Ursachen sind mit lecken oder verstopften Regenwasserleitungen und -schächten laut Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth gefunden. Die Halle wurde mit Luftentfeuchtern wieder getrocknet, was die Reparatur deutlich preiswerter macht als eine neue Isolierung oder Drainage der Fundamente, wie sie zuerst befürchtet wurden.