Werben l Die neun anwesenden Stadtratsmitglieder votierten am Dienstagabend einstimmig zum von Kämmerin Dana Hoedt vorgelegten Haushaltsplan. Bürgermeister Bernd Schulze ist optimistisch, dass die Elbestadt den 2020er Etat schultern wird. „In unserer Situation, in der wir uns befinden, ist er machbar“, betonte das Stadtoberhaupt vor dem Beschluss und dankte in diesem Zusammenhang der Kämmerin für die gute Zusammenarbeit.

Zwar steht im Ergebnishaushalt ein Minus von 51.100 Euro, das jedoch ausgeglichen werden kann. Die Kommune konnte sich in den Vorjahren aus Überschüssen ein Polster anlegen und entnimmt somit der Rücklage die noch erforderliche Summe. Deshalb stand auch beispielsweise keine Erhöhung der Hebesätze (Grundsteuern A und B sowie Gewerbesteuer) zur Disposition. Apropos Gewerbesteuer: Diese sind im Vorjahr etwas höher als erwartet ausgefallen. Das wirkt sich auf die Schlüsselzuweisungen des Landes, die für eine Kommune eine wichtige Einnahmequelle sind, aus. Diese werden weniger.

Trotzdem können die Stadträte optimistisch nach vorne blicken. Wenn Werben in den kommenden Jahren nicht mehr die Notwendigkeit sieht, einen Kredit aufzunehmen, wäre die Hansestadt in diesem Jahrzehnt noch schuldenfrei. Sechs Darlehen wären nach aktuellem Stand 2026 abgezahlt, ein siebtes drei Jahre später. Investieren wollen die Werbener Räte in diesem Jahr ebenfalls kräftig. Unter anderem für die Räbelsche Straße in Werben. Die Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich Nord, möchte sich 2020 der Landesstraße 2 zwischen Räbel und Werben widmen. Als Straßenbaulastträger ist das Land für den Außenbereich zuständig, im Ort muss Werben für die Nebenanlagen aufkommen. Unter anderem für Auffahrten und Gehwege. „Dort sind aber auch noch mehrere Bäume krank, die wir herunter nehmen müssen“, betonte Schulze. 100.000  Euro hat die Kommune für die Nebenanlagen eingestellt.

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Ein weiteres wichtiges Projekt ist ein neuer Brunnen (samt Entmagnetisierungsanlage) für die Wasserversorgung des Schwimmbads. Bisher kam das Wasser aus einem mehr als einen Kilometer entfernten Brunnen, wobei die Leitung öfter leck war. Die im Falle des Brunnens zuständige Stadt Werben – das Freibad selbst ist in Trägerschaft der Verbandsgemeinde – baut mit finanzieller Unterstützung. Der Fördermittelbescheid, der den Eigenanteil des 57.000 Euro teuren Vorhabens auf 11 000 Euro schmälert, ist bereits eingegangen. Die Arbeiten sollen bald ausgeschrieben werden.

Im Haushaltsplan verankert sind auch Gelder für eine neue Bushaltestelle in Giesenslage und für Geräte für die Spielplätze. Desweiteren hat die Elbestadt auch die Stadtsanierung weiter im Blick. Die Alte Post und die Domäne (Haus 7) sollen weiter auf Vordermann gebracht werden.