Arneburg l „Die Stadt Arneburg verfügt über keine Baugrundstücke, die Interessenten für eine kurzfristige Bebauung angeboten werden können.“ So heißt es in der Beschlussvorlage, mit der im Grunde alles gesagt ist. Die Stadt Arneburg will künftig für Bauanfragen sicherlich gerade auch von jungen Leuten gewappnet sein, ein Angebot unterbreiten können, beziehungsweise sogar sechs bis acht. So viele Baugrundstücke können laut Arneburgs Bürgermeister Lothar Riedinger in der „Hospitalbreite II“ entstehen. Damit ist jenes rund 5400 Quadratmeter große Areal gemeint, das sich stadtauswärts in Richtung Dalchau rechter Hand derzeit als Wiese zwischen Gärten darstellt.

Der Stadtrat stellte die Weichen für das neue Arneburger Wohngebiet in der jüngsten Stadtratssitzung. Dem Beschluss über die Ausweisung folgte jener über die Erstellung eines Bebauungsplanes (B- Plan) und über den Ankauf der Grundstücke, wobei sich Riedinger mit Hinweis auf die Nichtöffentlichkeit des Beschlusses zum Kaufpreis nicht äußern wollte.

Der Bürgermeister geht davon aus, dass der B-Plan im ersten Halbjahr 2019 steht. Und dann komme es darauf an, ob sich ein Investor findet, der die „Hospitalbreite II“ als Ganzes erschließt oder ob einzeln vorgegangen wird. Die Grundstückspreise seien günstig. Vielleicht komme jemand, der derzeit vergeblich nach einer schönen Mietwohnung sucht, auf den Trichter, sich Eigentum anzuschaffen. Wer vor der Wiese steht, mag selbige als zu klein für rund sechs Grundstücke empfinden. „Aber 1000 Quadratmeter will ja heute bald keiner mehr haben.“