Gemeinde Aland rüstet sich für das Hochwasser

In Wahrenberg schieben bereits ab heute die Deichwachen Dienst

Von Andreas Puls

Krüden/Wahrenberg l Auch in der Gemeinde Aland laufen die Vorbereitungen aufs Elbehochwasser auf vollen Touren. In Pollitz und Krüden wurden gestern Sandsack-Befüllstellen eingerichtet. Heute ab 8 Uhr wird geschippt und gestapelt.

Hans-Joachim Hildebrandt, Bürgermeister der Gemeinde Aland, hat vor sich auf dem Schreibtisch einen großen Ringordner mit Unterlagen vom Hochwasser 2011 zu liegen, als es an der Elbe ebenfalls durchaus angespannt zuging. "Solche Aufzeichnungen sind sehr hilfreich. Sie liefern viele Hinweise, was auch jetzt wieder alles zu tun ist", so Hildebrandt.

12,6 Kilometer Deiche ständig zu bewachen

Am allerwichtigsten sei es gegenwärtig, für den Bereich Wahrenberg an der Elbe alle Vorkehrungen zu treffen. Er stehe unter anderem in engem Kontakt mit Mike Fitzner, Verantwortlicher für die Einsatzstelle in dem Storchendorf mit seinen 12,6 Kilometer Elbe-Deichen. Ursprünglich sei es geplant gewesen, ab Freitag Deichwachen einzusetzen. Aufgrund des sehr schnell steigenden Pegels, sei nun entschieden worden, dass die Deichläufer bereits heute ab 9 Uhr eingesetzt werden.

"Herr Fitzner hat dankenswerterweise bereits Wurfzettel an alle Einwohner verteilen lassen, mit der Bitte, dass diese sich als Deichläufer und Hochwasserhelfer zur Verfügung stellen." Gestern Nachmittag fand in Wahrenberg ein Vor-Ort-Termin statt. Der Gemeinderat traf sich außerdem gestern Abend mit den Verantwortlichen der einzelnen Einsatzstellen, um weitere Absprachen zu treffen.

In Krüden und Pollitz wurden gestern Befüllstationen für Sandsäcke eingerichtet und bereits tonnenweise Sand angefahren. "Ich freue mich, dass sich bereits freiwillige Helfer gemeldet haben, um Sandsäcke zu befüllen. Aber es werden noch weitere Kräfte benötigt", informiert der Bürgermeister. Helfer, die eine Schippe verfügbar haben, werden gebeten, diese zum Arbeitseinsatz mitzubringen. Los geht es heute um 8 Uhr. Die Befüllstationen befinden sich in Polltz am Sportplast und auf dem ehemaligen LPG-Stützpunkt (Schloßteich 10).

Bürgermeister kritisiert schlechtes Funknetz

Die Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Behörden, Einrichtungen und Feuerwehren, so Hildebrandt, funktioniere bestens. Aber der Bürgermeister möchte auf diesem Wege auch eine Kritik loswerden. "Der Funkempfang ist in einigen Bereichen der Gemeinde Aland sehr schlecht. Das kann gerade in solch einer kritischen Situation, wie sie uns jetzt bevorsteht, schnell zum Problem werden. In Krüden ist es besonders schlimm. Aber auch in anderen Orten ist tote Hose, was den Handyempfang betrifft. Wann wird hier endlich etwas für die Verbesserung des Funknetzes getan?", fragt sich Hildebrandt - und nicht nur er.