Seehausen l Mit dem Betreiben eines Hotels samt Restaurant hat die Osterburger Lebenshilfe vor zehn Jahren in Seehausen zumindest in dieser Region Neuland betreten. Drei Jahre nach der Eröffnung des „Alandas“ an der Großen Brüderstraße zog Geschäftsführerin Regina Bahlke 2012 noch eine positive Bilanz, was den wirtschaftlichen Erfolg und das Nebeneinander im Inklusionsunternehmen betraf.

Im Zuge des allgemeinen Gaststättensterbens in der Hansestadt war es auch um das „Alanda“ ruhiger geworden. Im Oktober 2018 schlossen sich die Türen des Restaurants ganz. Nur der Hotelbetrieb lief und läuft weiter. Die Hauptmisere war aber nicht die schwächelnde Zahl der Gaststättenbesucher, sondern vor allem Personalmangel, betont Sarah Maaß, die die Nachfolge von Regina Bahlke an der Spitze der Lebenshilfe angetreten hat, nachdem diese zum Jahreswechsel in den Ruhestand verabschiedet wurde (wir berichteten). Mit neuen Leuten und neuen Ideen soll am kommenden Donnerstag, 14. März, in der Gaststätte ein Neuanfang gewagt werden. Zuerst donnerstags, freitags und sonnabends von 16 bis 21 Uhr. Ab 1. April sechsmal die Woche. Sonntags ist Ruhetag. Außerdem soll zum Wochenmarkt ein Frühstück in Angebot sein. Bis dahin wächst die Mannschaft um die neue Hausleiterin Daniela Maron auf vier Leute (davon zwei mit Handicap), die sich den Service für Laufkundschaft und die Gäste der neun Zimmer teilen.

Abgesehen davon, dass die Getränke- sowie Speisekarte überarbeitet und regionale Akzente gesetzt sind, wird derzeit die Freifläche aufgehübscht, um draußen zum Verweilen einzuladen. Der Platz im Schatten der Petrikirche ist dafür ideal. Apropos Petrikirche: Daniela Maron sucht das Gespräch mit Kantorin Sophie-Charlotte Tetzlaff, um sich zum Beispiel vor Konzerten abzusprechen, damit nach dem Hör- noch ein Gaumenvergnügen oder zumindest Erfrischungen angeboten werden können. Zaghafte Anfänge gab es vor einigen Jahren schon einmal.

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Eigene Veranstaltungen im Restaurant wären durchaus denkbar. Für Anregungen sei man sehr offen, ließ Maron wissen, für die es allerdings erst einmal gilt, den normalen Gaststättenbetrieb wieder zum Laufen zu bringen.