Osterburg/Stendal l Um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern, sind Treib- und Drückjagden in Osterburg und Umgebung trotz Corona erlaubt. Das teilte Stendals Landrat Patrick Puhlmann (SPD) in der Vorwoche in einer Pressekonferenz mit.

November ist Hochsaison

„Diese Sache rollt auf uns zu. Solange ich nichts anderes vom Ministerium höre, können die Jagden im Kreis stattfinden“, sagt der Landrat. „Glücklicherweise haben wir noch keinen Fall der Afrikanischen Schweinepest im Landkreis. Doch in Brandenburg und Sachsen breitet sich das Virus aus. Die Bejagung von Schwarzwild ist eine effektive Maßnahme, um des Virus Herr zu werden.“ Der November sei laut Puhlmann dafür die Hauptsaison.

Bei Treib- und Drückjagden sind größere Gruppen von Jägern unterwegs, normalerweise etwa 100 bis 150 Leute. Damit die Jagd coronakonform abläuft, wird die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzt. „Außerdem müssen die Abstandsregeln eingehalten werden“, sagt Anja Fischer vom Ordnungsamt. Auch auf den gemeinsamen Umtrunk und die Mahlzeit nach der Jagd müsse verzichtet werden. Anja Fischer: „Es geht nur um den tatsächlichen Akt.“

Anfragen im Kreisamt

Dem Landrat sei es wichtig, die Möglichkeit für die Jäger offen zu halten. Es stehe natürlich jedem selbst frei, ob er sich in die Situation begeben wolle. „Die meisten Jäger machen das ehrenamtlich. Sie haben ein Interesse daran, sich gesundheitlich nicht in Gefahr zu begeben“, so Puhlmann.

Wann und wo die nächsten Treib- und Drückjagden stattfinden werden? Die Frage konnte auf der Pressekonferenz nicht beantwortet werden. Auf Grund von Anfragen gehe die Verwaltung jedoch davon aus, dass es zahlreiche dieser Jagden im Landkreis geben werde.

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