Seehausen l Der Blick geht deshalb zurück auf die vergangene und auf die laufende Session. Was die Mitglieder des Seehäuser Carnevals-Clubs (SCC) am Freitagabend im Bierbaum der Gaststätte Henkel bereits zum 65. Mal mit großer Routine und nicht viel schlechter gelaunt als ihre Einsätze im Faschingsernstfall meisterten.

Grund zum Trübsal blasen gibt es auch nicht, wie der Rechenschaftsbericht von Zeremonienmeister Burkhard Lüdicke im Auftrag des Ministerrates zeigte. Die Konturen des aktuellen Programms zeichneten sich dank des Einfallsreichtums der Narren frühzeitig ab. Ein Motto fürs Jubiläumsjahr war ebenso zuverlässig gefunden wie das neue Prinzenpaar, das bei der obligatorischen Übergabe des Stadtschlüssels am 11. 11. inthronisiert wurde.

Die Zahl der Mitglieder beträgt inzwischen fast 90. Der Kontakt zu anderen Vereinen, zum Dachverband und offenbar sogar zum Landesvater sind gut. Das Vereinsleben dreht sich auch mal ohne närrisches Beiwerk. Und ganz wichtig: Die Finanzen sind in Ordnung. Schatzmeisterin Katrin Schulze konnte eine schwarze Null abrechnen, obwohl zwei fest eingeplante Veranstalter in der vergangenen Session abgesprungen waren. Und auch die Anschaffung neuer Kostüme für die „Sternchen“ wurde durch eine sogenannte Crowdfunding-Aktion erfolgreich angeschoben. Vielleicht sind die Tänzerinnen sogar noch bei der großen Faschingsveranstaltung am 15. Februar in der Wischelandhalle im neuen Outfit zu sehen. Weshalb sich Lüdicke ausdrücklich für die großen und kleinen Geldgeber dieser Aktion, aber auch bei allen Sponsoren und Helfern vor und hinter den Kulissen bedankte, ohne die es im Karnevalsgetriebe sonst etwas klemmen würde. Deutlich wurde das zum Beispiel bei der finanziellen Abrechnung des Tulpensonntagsumzuges, bei dem sich die Kosten für das Spektakel mit den entsprechenden Spenden etwa die Waage halten.

Apropos Umzug: Beim Blick auf den Endspurt kurz vor Aschermittwoch wies Lüdicke darauf hin, dass man über den Lkw vergangener Jahre nicht mehr verfügen könne. Ersatz für den eigenen Umzug am 23. Februar und für den Osterburger Straßenkarneval einen Tag zuvor ist inzwischen gefunden. Aber beim Aufbau des Aufliegers fange man sozusagen bei Null an. Dafür ist das neue „SCC-Schlachtschiff“ so groß beziehungsweise lang, dass es eine ganze Busladung Passagiere aufnehmen kann und sogar eine Toilette für das fahrende Narrenvolk Platz findet. Bis die rollende Bühne fertig ist, bedarf es noch eine handwerklichen Kraftaktes, für den sich der Vereinsvorsitzende viele Helfer wünscht.