Seehausen l Die Arbeiten für den Neubau neben der Seehäuser Kindertagesstätte Lindenpark kommen offenbar gut voran. Das betonte der Leiter des Bauamts der Verbandsgemeinde, Guido Märten, in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses am Dienstagabend im Rathaussaal. Noch müssen sich die Kommunalpolitiker und die sachkundigen Einwohner in der Beziehung allerdings mehr oder weniger auf die Angaben aus der Verwaltung verlassen. Denn die Augen der Öffentlichkeit sind in diesen Tagen weitgehend vom Baugeschehen ausgeschossen.

Letzteres hat nichts mit Geheimhaltung zu tun, sondern ist anderen Gründen geschuldet. Von Norden aus verdeckt der Altbau den Blick auf die Baustelle. Dazu ist die angrenzende Lindenstraße ebenso wie ein Teil der Bialystoker Straße derzeit wegen Rohrverlegungsarbeiten aufgerissen, so dass Passanten von außen nur schwer einen Blick auf die Baustelle werfen können.

Zumindest die Mitglieder des Sozial und Bauausschusses bekommen am Dienstag, 29. September, die Möglichkeit, bei einer gemeinsamen Veranstaltung den Baufortschritt sozusagen aus nächster Nähe zu begutachten. Allerdings müssen sie dafür bereits 17 Uhr vor Ort sein, weil es sonst zu dunkel für eine Besichtigung wird.

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So viel konnte Märten schon vorab berichten: Der Rohbau ist fertig gestellt. Nach den Zimmerern sind jetzt die Dachdecker an der Reihe. Fenster und Türen sind ebenso montiert wie ein Teil der Elektrik, damit die Putzer loslegen können. Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth wies die Runde noch einmal darauf hin, dass man sich kurzfristig entschlossen habe, schon jetzt auf dem Dach eine Fotovoltaik-Anlage zu montieren, weil der nachträgliche Aufbau viel teurer geworden wäre. Die rund 35 000 Euro an Mehrausgaben sollen sich schnell amortisieren, weil die Solartechnik einen Großteil des Stromes für die Kita-Küche liefern wird, an deren Zukunft die Verantwortlichen nie Zweifel aufkommen ließen (wir berichteten).

Mit dem Baufortschritt ist der Bauamtsleiter zufrieden. Trotz Corona-Pandemie habe es im Zeitplan vielleicht Verschiebungen, aber insgesamt keine Verzögerungen gegeben. Was auch deshalb wichtig ist, weil bis zum Jahresende die Stark-V-Fördermittel abgerechnet sein sollen, obwohl die Zuschussgeber wegen der besonderen Situation bereits eine gewisse Kulanz signalisiert hätten.

Bislang seien laut Märtens immerhin schon Arbeiten im Umfang von 900 000 Euro in Auftrag gegeben worden. Die Fördermittel, die seinerzeit die fünf Mitgliedskommunen an die Verbandsgemeinde abgetreten haben, belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. Insgesamt sind für den Kita-Neubau inklusive Eigenmittel bislang 2,2 Millionen Euro anvisiert.

Ähnlich optimistisch wie beim Terminplan sind Märten und Kloth in Sachen Kosten, bei denen es bislang keinen Ausreißer geben würde. Dass die Mehrwertsteuer vom Bund corona-bedingt derzeit um drei Prozent gesenkt ist, spielt den Bauherren wohl zusätzlich in die Karten.

Für die Nennung eines Einweihungstermins ist es derzeit offenbar noch etwas früh. Nach den bescheidenen Terminen zur Grundsteinlegung und zum Richtfest soll die Übergabe aber deutlich opulenter ausfallen.