Seehausen l Am Mittwochabend nahm das Papier in einer vorläufigen Endfassung von knapp 300 A-4-Seiten in einer gemeinsamen Sitzung der vier Fachausschüsse des Verbandsgemeinderates die letzte von drei Hürden. Mit dem Versammlungsraum der Seehäuser Feuerwehr schloss sich nach zahlreichen Fachgruppensitzungen, Ortsrundgängen und Bürgerbefragungen dort der Kreis, wo das erste Mal umfassend über das IGEK und dessen Notwendigkeit informiert wurde (wir berichteten). Nur dass die Zuhörerzahl damals deutlich größer war.

Nichtsdestotrotz votierten die Abgeordneten am Ende einstimmig für eine positive Beschlussempfehlung, wenn der Verbandsgemeinderat Seehausen das Thema in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 19. November, final auf der Tagesordnung hat. Dritte Hürde ist laut Lisa Weigelt die Verteidigung des Konzeptes vor Vertretern des Landesverwaltungsamtes und des Amtes für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung (ALFF) „Altmark“, das das IGEK am Ende bezuschusst. Die Wirtschaftsförderin hat nach Vorgesprächen aber ein gutes Gefühl, was die abschließende Beurteilung des Konzeptes betrifft. Und sie kündigte an, dass es von der endgültigen Fassung eine auf 20 bis 30 Seiten geraffte Ver­sion auf den Internetseiten der Verbandsgemeinde geben soll.

Sie erinnerte noch einmal daran, dass das IGEK ein Muss ist, wenn sich die Verbandsgemeinde und die fünf Mitgliedskommunen künftig die Chance auf Fördermittel wahren wollen. Schließlich sei das Werk auch ein Stück Navigationshilfe für den künftigen Kurs der Verbandsgemeinde, vorerst bis 2035. Wozu nicht nur eine lange Wunschliste von straßenbegleitenden Radwegen über den Erhalt von Kindereinrichtungen bis zur Stärkung des Vereinslebens, sondern auch eine Analyse zu Stärken, Schwächen und Chancen der Region gehören. Und so sieht sie das Papier auch als Momentaufnahme, in der sich – einmal mühselig zusammengetragen – wichtige Eckdaten der Region Seehausen schnell nachschlagbar wiederfinden.

Dabei betonte sie, dass das IGEK nicht in Stein gemeißelt ist, sondern nach Hinweisen durch die Leute vor Ort ständig fortgeschrieben werden kann und sogar muss. Spätestens nach fünf Jahren wird demnach eine aktualisierte IGEK-Fassung fällig.

Das Fortschreiben wurde schon am Mittwoch praktiziert. So soll zum Beispiel nach dem vernichtenden Gutachten zur Seehäuser Beustertorbrücke das ganze Ensemble, zu dem auch das Beustertor und die Salzkirche gehören, mit in die Wunschliste aufgenommen werden. Gleiches gilt für den Erhalt der Stadtbibliothek in der Touristinfo oder die Förderung der älteren Jugend.