Osterburg l  Im Rahmen der Literaturtage gab es ein musikalisch-literarisches Orgelkonzert, das die Geschichte des gestiefelten Katers zur Grundlage hatte. Neben einer spannenden Geschichte wurden den Zuhörern auch kräftige Klänge des größten Osterburger Musikinstruments geboten.

Anstatt im Kirchenschiff zu sitzen, konnte das Publikum an diesem Tag von der Empore aus nah am Geschehen sein. Nur wenige Meter vom Organisten entfernt, nahmen an insgesamt vier Vorstellungen des Tages jedes Mal etwa 20 Zuschauer Platz. Durch die Anti-Corona-Maßnahmen war die Anzahl der Gäste pro Vorstellung zwar limitiert, dies machte aber auch eine gewisse Nähe zum Geschehen möglich. So konnte die Orgel aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und in all ihrer Kraft gespürt werden, wenn Kantor Friedemann Lessing alle Register zog. „Es ist bei unserer Buchholz-Orgel möglich, ganz verschiedene Stimmen darzustellen“, so Lessing.

Diese Stimmen wurden zu den Erkennungsmerkmalen der Figuren des Stücks. Isolde Lessing verkörperte als einzige Darstellerin alle Rollen und führte die Zuhörerschaft durch das Abenteuer, welches der Kommissar „Rattratt“ erlebte. Als Ermittler der Rattenpolizei versuchte er zu ergründen, wie der Zauberer aus dem Märchen „Der gestiefelte Kater“ ums Leben kam, nachdem er sich in eine Maus verwandelt hatte. Da eine Maus meist von einer Katze gefressen wird, kam der Kommissar dem gestiefelten Kater auf die Schliche. Daher auch der Name „Katzenkrimi“. Die Geschichte, von Bärbel Meyer verfasst und von Christiane Michel-Ostertum musikalisch untermalt, kam am Ende zu dem vergnüglichen Schluss, dass das Verschlingen einer Maus durch eine Katze „kein Mord, sondern höchstens ein Abendessen sei“, was auf mildernde Umstände für den Kater hoffen ließ.

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