Lichterfelde l Ausgerichtet wurde das kurzweilige Konzert vom Lichterfelder Dorfclub und dem Wischeverein, diese Zusammenarbeit ist eine Premiere. Wie es dazu kam, erklärten Thea Blum (Wischeverein) und Karina Hoppe (Dorfclub). Im Rahmen der Kunstlotterie der Künstlerstadt Kalbe werden junge Bands und Schriftsteller/innen vermittelt. Dabei bestimmen die Gewinner den Austragungsort selbst: Vom Candle-Light-Dinner über Wohnzimmerkonzerte bis hin zur großen Feier im Dorfgemeinschaftshaus oder in einer Kirche ist alles denkbar.

Die Sporthalle als geeignete Location

Beim Kauf eines Loses zog Horst Blum, Ehemann von Wischevereinsmitglied Thea Blum, ein Gewinnerlos. Man entschied sich für eine öffentliche Ausrichtung. „Es sollen ja viele etwas davon haben“, sagte Thea Blum. Die Lichterfelder Sporthalle erschien dem Wischeverein als geeignete „Location“. Er fragte beim Vorstand an, die Zusammenarbeit mit dem Dorfclub war schnell ausgemacht.

„Wir wollen mit dieser Lotterie vernetzen, die Kultur zu den Menschen bringen“, berichtete Corinna Köbele vom Verein Künstlerstadt Kalbe.

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Dies sei in Lichterfelde mehr als geglückt. Der Saal war voll, die Stimmung bestens. Mit „Hand auf Herz“ unterhielten zwei Ausnahmekünstler das Publikum: Anton Kryukov aus Schwerin, ein Virtuose am russischen Knopfakkordeon (Bajan) und Sängerin Jana Kühn, die mit ihrer ausdrucksstarken Stimme berührte.

Wische-Bild ging nach Rengerslage

Jana Kühn übernahm am Ende des Konzertes auch die Rolle der Glücksfee. Mit der Losnummer 25 wechselte ein winterliches Wische-Bild der Idener Hobby-Malerin Ellen Martin den Besitzer. Enrico Günther aus Rengerslage ist der glückliche Gewinner.

Der Dorfclub Lichterfelde übernahm die Getränkeversorgung und hatte frisch aufgebackene Bretzeln im Angebot. Ehepaar Sasse aus Rohrbeck bot zudem Fruchtweine an. Der Wischeverein brachte Wischehäuschen (Niskästen) und Wischemützen unter die Leute.

„Über die weitere Ausrichtung von Konzerten dieser Art sollten wir nachdenken“, zeigte sich Jens-Uwe Schneider sichtlich angetan. Kerstin Sasse vom Wischeverein resümierte: „Dieser Abend war ein Höhepunkt unserer bisherigen Vereinsarbeit. Mit vielen Aspekten: Vernetzung, Kultur, Feiern, Wischeidentität, die besondere Location.“ Dank großzügiger Spenden können die Vereine finanziell gestärkt an ihre nächsten Projekte gehen.