Arneburg l Die neue Zweifelder-Sporthalle soll auf einem Teilbereich des Arneburger Sportplatzes an der Staffelder Straße entstehen und damit unweit der aktuellen Turnhalle, die aus den 1960er Jahren stammt und schon lange nicht mehr den Anforderungen gerecht werde.

Wie Planer Steffen Klug während der Arneburger Stadtratssitzung erwähnte, wurde ein vorderer zur Straße gelegener Bereich als Standort für den Hallenbau favorisiert. Der neue Eingangsbereich sei fast identisch mit dem aktuellen Eingang zur Sportstätte, die vor allem von den Akteuren des Arneburger Leichtathletikvereins, aber auch von den Schülern der gegenüber liegenden Grundschule genutzt wird. Neben dem Neubau sollen die künftigen Nutzer auch im Umfeld auf moderne Bedingungen zurückgreifen können: So sind unter anderem ein Fußball-Kleinfeld, eine Volleyballanlage, eine Weitsprunggrube und eine Laufbahn unter freiem Himmel geplant. Die dort stehenden Garagen würden sozusagen den Weg frei machen für neue und erforderliche Auto-Stellplätze.

Förder-Chancen stehen sehr gut

Klug gab auch einen Einblick über die Räume der Zweifelder-Sporthalle. Die eigentliche Halle, die in der Mitte durch eine Trennwand zweigeteilt werden kann und somit den Unterricht von zwei Klassen/Gruppen gleichzeitig möglich macht, umfasst eine Größe in den Ausmaßen von 45 mal 23 Metern. Damit ist die Halle für den Wettkampf geeignet, Handball-, Volleyball- und Badmintonfeld inklusive. Von einem Flur sind die Umkleide- und Sanitärbereiche zu erreichen. Für die Gäste stehen extra WC-Anlagen zur Verfügung, auch ein Behinderten-WC ist Bestandteil der Planung. Der Geräteraum wird eine direkte Verbindung zur Sporthalle besitzen, sagt Klug. Weiterhin würden ein kleines Foyer und ein Raum für den Hallenwart zum Neubau, der rund 2,4 Millionen Euro kosten würde, gehören. Übrigens sind auch Sitze für die Zuschauer vorgesehen.

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Am Mittwoch kamen die Fachplaner zu einem Termin zusammen, um sich über das Gesamtkonzept abzustimmen. Darunter waren die Verantwortlichen für die Statik, den Hochbau, die Elektroinstallation und für den Heizungs- und Sanitärbereich. „Mit der nächsten Planungsrunde rechnen wir in der zweiten Oktoberhälfte“, sagte Simone Kuhlmann, bei der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck Leiterin des Fachbereichs für Bürgerdienste und Gemeindeentwicklung. Ziel sei es, zum Ende des Jahres den Bauantrag zu stellen. Die Chancen, dass der Arneburger Neubau großzügig gefördert wird, stünden gut. Etwa die Hälfte der Gesamtsumme für den Neubau könnten die Arneburger zugesprochen bekommen. Zunächst sind jedoch die Fachplaner gefordert.

Kegler sind in Sorge

Nicht nur die Arneburger Leichtathleten – rund 100 Kinder und Jugendliche sind in dem Verein organisiert – würden sich über neue und moderne Bedingungen freuen. Ebenso die Schülerschar aus der Grundschule.

Auch die Arneburger Keglerinnen und Kegler haben ihr Domizil in der alten Sporthalle und sind natürlich etwas besorgt, wo sie künftig ihren Sport ausüben können. Was im Zuge des Neubaus mit der alten Sportstätte passiert, steht noch in den Sternen. Der Stadtrat hat dazu noch keine Entscheidung getroffen.