Goldbeck l Zigarettenstummel, Bierdeckel, Glasflaschen, ein Duschkopf - und sogar Pokémon-Karten. Das fand sich alles in Gebüschen an der Goldbecker Sporthalle an und landete später im Container zur Entsorgung. Aber nicht nur dieser Ecke widmeten sich die Müllsammler um den Hindenburger Juan-Pierre „Pepe“ Malinke. Zusammen mit seinen Eltern, seinem Bruder, Lehrerin Sabine Mikoleit und anderen ging es auch in Nachbarschaft des Bahnhofes und der Zuckerhalle, um auch diese Bereiche von Müll zu befreien.

Sabine Mikoleit, Klassenlehrerin der 6b der Goldbecker Sekundarschule und damit auch von Pepes Bruder Jean-Pascal, unterstützte sehr gern diese Aktion und hofft, dass demnächst eine Idee an der Einrichtung umgesetzt wird. Denn Jean-Pascal, der auch den Junior Rangers in Havelberg angehört, möchte den Umweltgedanken vermehrt in die Schule tragen. „In dieser Hinsicht gibt es einiges zu tun“, sagte Sabine Mikoleit, die das Thema bereits mit der Schulleiterin besprach, die das auch begrüßte. „Vielleicht eine naturwissenschaftliche Gruppe“ könnte an der Goldbecker Bildungsstätte entstehen. Nach den Winterferien in der kommenden Woche soll es konkreter werden. An möglichen Vorstellungen mangelt es nicht: „Beispielsweise könnten die Großen den Jüngeren helfen“, meinte die Pädagogen, die sich dafür ausspricht, dass alle Altersklassen daran teilnehmen können. Schließlich geht die Umwelt alle an! Und auch an der Einrichtung gebe es einige, die sich mit dem Thema Müll und der richtigen Entsorgung schwer tun. Denn auch im bei Schülern beliebten Bereich gegenüber der Schule und neben der Sporthalle wurde gestern Vormittag fleißig gesammelt. Die Eimer waren schnell voll.

In den Winterferien stellten sich der Viertklässler Pepe (9) und sein Bruder Jean-Pascal (12) die Aufgabe, mehrere Orte vom Dreck zu säubern. Sie riefen zu Arbeitseinsätzen in Osterburg und Sandauerholz auf, auch im Heimatort Hindenburg wurde die mit vielen Schriftzügen und Zeichen beschmierte Bushaltestelle fast vollständig gesäubert. Dagegen fiel die Aktion am Walslebener Kreisel aufgrund der stürmischen Wetterverhältnisse aus.

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Pepe, der ab der fünften Klasse wie sein Bruder an die Goldbecker Sekundarschule wechseln wird, hat bereits einen Berufswunsch: „Ich möcht gern Ranger werden.“ Sein Vorbild ist Peter Müller vom Biosphärenreservat Mittelelbe. Zuvor möchte er noch viele Müllsammelaktionen durchführen und hofft auf viele unterstützende Hände. Mutter Bärbel und Vater Marko Malinke waren auch mit den „Greifzangen“ in Gange, um Goldbecker Plätze zu säubern. Dabei erhielten die Sammler die Unterstützung der Kommune, die einen Container bereitstellte.