Osterburg l „Endlich wiederaufgebaut. Und das hochwertiger als vorher“, freute sich Klaus-Peter Gose. Gemeinsam mit Thorsten Schulz verfolgte der Osterburger Ortsbürgermeister am Mittwoch auf dem Hilliges-Platz mit, wie der bis dato „gerupfte“ Pfahl Stück für Stück wieder zum Hingucker avancierte. Zurück in die alte Rolle, die der 2016 eingeweihte Wegweiser schon einmal ausgefüllt hatte, bis er Anfang Mai 2018 ins Blickfeld von Randalierern geriet. Die brachen einige der damals aus Holz bestehenden Schilder aus den Halterungen und besprühten andere. Die traurigen Überbleibsel sammelten Gose und Schulz hinterher ein, schon damals mit der festen Absicht, „dass wir den Wegweiser reparieren“.

Einwohner spendiert Geld für den Wiederaufbau

Zwölf Monate später können Ortsbürgermeister und -rat hinter diesem Vorhaben ein Häkchen setzen. Auch dank der Unterstützung von Sigmar Beck. Der Einwohner habe sich mit einer nicht unerheblichen Spende in die Finanzierung der Reparatur eingebracht, äußerten Gose und Schulz dankbar. Den notwendigen Restbetrag, insgesamt sind für den Wiederaufbau 2800 Euro fällig, steuerte der Ortschaftsrat aus seinem Budget bei.

Der Schaden am Wegweiser ist endlich Geschichte, unter diese und andere mutwillige Zerstörungen auf dem Platz sowie im übrigen Stadtgebiet wollen Gose und seine Ortsräte trotzdem keinen Schlussstrich ziehen. Das zeigte sich auch, als sich die Mitglieder des Osterburger Ortschaftsrates in dieser Woche im Krumker Reitergasthof noch einmal zur Sitzung trafen. „Da haben wir für eine Prämie den Hut herumgehen lassen. Mit dem Geld wollen wir Zeugen honorieren, die Hinweise zu den Verursachern der Zerstörungen geben können“, sagte Gose. Weil sämtliche anwesenden Ortschafts- und Stadträte bereitwillig in die eigene Geldbörse griffen, seien bei der spontanen Sammlung beachtliche 180 Euro zusammengekommen, berichtete der Ortsbürgermeister.

Videoüberwachung soll Randale verhindern

Abseits der Hoffnung, so den Zerstörern endlich auf die Schliche zu kommen, sprechen sich Klaus-Peter Gose und Thorsten Schulz dafür aus, den Hilliges-Platz per Videoüberwachung vor Randalierern zu schützen. Die könnten durch die Technik schließlich besser ausfindig gemacht oder womöglich sogar schon im Vorfeld von etwaigen Zerstörungen abgehalten werden, begründeten sie. Datenschutzrechtliche Bedenken, die einem Kameraeinsatz im Wege stehen, teilen sie nicht. Schließlich könne Technik verwendet werden, mit der man von vornherein sicherstelle, dass die aufgezeichneten Daten automatisch überschrieben werden.

Die Forderung nach einer Videoüberwachung von Hilliges-Platz und weiteren sensiblen Osterburger Bereichen wie dem Busbahnhof ist nicht neu. Und auch längst im Rathaus bekannt. So teilte Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz im Herbst 2018 gegenüber den Stadträten mit, in der Verwaltung würden die rechtlichen Voraussetzungen für den Kamera-Einsatz überprüft. Das ist auch noch der heutige Stand.